Montag 16. März 2026

Verein für franziskanische Bildung: Digitale Bildung in mehr als 50 Einrichtungen

Vom ersten bewussten Umgang mit digitalen Medien im Kindergarten bis zu digitalen Projekten in der Oberstufe: Digitale Bildung ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil des pädagogischen Alltags in den Einrichtungen des Vereins für Franziskanische Bildung (VfFB).

Anlässlich des Internationalen Tages des digitalen Lernens am 19. März gibt der zweitgrößte Träger von Ordens-Bildungseinrichtungen in Österreich Einblicke in Projekte und Initiativen seiner Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark.

Digitale Kompetenzen zählen heute zu den zentralen Zukunftsfähigkeiten junger Menschen. In den mehr als 50 Bildungseinrichtungen des Vereins für Franziskanische Bildung – von der Krabbelstube über Kindergarten und Volksschule bis zu Mittelschulen, Gymnasien, HLWs und Kollegs – wird digitales Lernen deshalb als integraler Bestandteil zeitgemäßer Bildung verstanden.

 

Dabei geht es nicht nur um technische Fähigkeiten, sondern auch um einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Pädagoginnen und Pädagogen begleiten Kinder und Jugendliche dabei, digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen, Informationen kritisch einzuordnen und Medien kompetent einzusetzen.

 

 

Digitale Kompetenzen als Teil ganzheitlicher Bildung

 

Digitale Bildung ist in den Einrichtungen des VfFB kein isoliertes Zusatzangebot, sondern Teil eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses. Ziel ist es, junge Menschen auf eine zunehmend digitale Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten und gleichzeitig soziale Kompetenzen, Kreativität und kritisches Denken zu fördern.

 

Die konkrete Umsetzung ist dabei so vielfältig wie die Einrichtungen selbst. Einige Beispiele zeigen, wie digitale Bildung in unterschiedlichen Altersstufen gelebt wird.

 

 

Digitale Projekte in den Einrichtungen

 

Im Kindergarten Markt Hartmannsdorf in der Steiermark werden digitale Medien altersgerecht und bewusst eingesetzt. Kinder fotografieren selbst, gestalten ihre Bilder kreativ weiter und nutzen Tablets oder digitale Mikroskope, um gemeinsam Themen zu entdecken und die Natur zu erforschen. Bilderbuchkinos und kurze Filme unterstützen Projekte. Gleichzeitig steht ein reflektierter Umgang mit Medien im Mittelpunkt – auch im Austausch mit den Eltern, etwa durch Empfehlungen zu möglichst bildschirmfreien frühen Lebensjahren und handyfreien Bring- und Abholsituationen.

 

In der Volksschule Graz-Eggenberg unterstützen digitale Medien den Unterricht von der ersten bis zur vierten Klasse. Tablets werden regelmäßig für Lernübungen, Recherche, Stationenbetrieb oder zur Dokumentation von Arbeitsergebnissen eingesetzt. Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Lernplattformen wie ANTON und Antolin sowie ab der 3. Klasse auch mit Microsoft Teams. Erste Grundlagen des Programmierens erwerben sie spielerisch mit Bee-Bots. In der unverbindlichen Übung „Medien“ lernen die Kinder zudem Chancen, Regeln und Risiken der Internetnutzung kennen.

 

Digitale Projekte fördern auch in den Privaten Mittelschulen Kreativität, Technikverständnis und Medienkompetenz. In Amstetten bauten Schüler:innen im Workshop „SmartCar“ eigene Mini-Autos und steuerten sie per Smartphone. In Vöcklabruck erstellen Schüler:innen interaktive Lernquizzes mit „Learning Snacks“ und arbeiten mit dem Unterrichtstool „MyNews“ zu Themen wie KI oder Fake News. In Ried im Innkreis setzen sich Klassen intensiv mit Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz auseinander. In Zwettl entwickeln Schüler:innen im Projekt „Game Design & 3D-Druck“ eigene Spiele und verbinden dabei digitale Gestaltung, Technik und Teamarbeit.

 

Digitales Lernen beginnt im Kindergarten (Beispiel: Kindergarten Markt Hartmannsdorf: Kinderbüro)

Digitales Lernen beginnt im Kindergarten. Hier das "Kinderbüro" im Kindergarten Markt Hartmannsdorf. 
© Kindergarten Markt Hartmannsdorf / VfFB

 

Oberstufe: Selbstlerntage, Medienkompetenz, audivisuelle Medien und mehr

 

An der HLW – BASOP – HLPS und KOfEP in Zwettl ist digitale Bildung seit Jahren Teil des Schulprofils der zertifizierten eEducation Expert+ Schule. Ein digital organisierter Selbstlerntag über Microsoft Teams fördert selbstständiges Lernen und digitale Kompetenzen. Im Unterricht werden auch KI-Tools reflektiert eingesetzt und kritisch hinterfragt. Projekte zu Medienkompetenz, Social Media und Quellenkritik sowie die Teilnahme von 48 Schüler:innen an der ORF-Initiative „3 Wochen ohne Handy“ setzen zusätzliche Impulse für einen bewussten Umgang mit digitalen Medien.

 

In den Wirtschaftsschulen Amstetten arbeiten Schüler:innen praxisnah an Fotografie und digitaler Bildbearbeitung.

 

Auch in AHS-Oberstufen sind digitale Medien sind fester Bestandteil des projektorientierten Unterrichts. Am ORG Vöcklabruck produzieren Schüler:innen im Schwerpunkt „Kommunikation & Medien“ Radiosendungen mit dem Freien Radio Salzkammergut und eigene Kurzfilme, während im Unterricht auch kreative KI-Projekte entstehen. Am ORG Graz-Eggenberg stehen Medienkompetenz, kritische Auseinandersetzung mit Online-Inhalten sowie Workshops zu Programmieren und digitaler Sicherheit im Mittelpunkt.

 

Diese und viele weitere Initiativen zeigen, wie vielfältig digitale Bildung und digitales Lernen in den Einrichtungen des VfFB im Alltag umgesetzt wird – altersgerecht, praxisnah und immer im Zusammenspiel mit pädagogischer Begleitung.

 

„Digitale Bildung bedeutet für uns weit mehr als den Einsatz von Geräten“, betont Mag. Elisabeth Binder, Geschäftsführerin des Vereins für Franziskanische Bildung. „Es ist uns wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, digitale Informationen kritisch zu hinterfragen, Chancen und Risiken neuer Technologien einzuschätzen und digitale Werkzeuge sinnvoll für Lernen, Kreativität und Zusammenarbeit zu nutzen. Medienkompetenz ist heute eine zentrale Voraussetzung für selbstständiges Denken und verantwortungsvolles Handeln.“

 

 

Der Verein für Franziskanische Bildung – VfFB – ist mit mehr als 50 Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark für rund 7000 Jugendliche aller Altersstufen zweitgrößter Träger von Ordens-Bildungseinrichtungen in Österreich. Die Non-Profit-Organisation wurde 2019 von fünf franziskanischen Frauenorden mit dem Ziel gegründet, den kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag, der auf die Gründerinnen und Gründer der jeweiligen Orden zurückgeht, gemeinsam optimal zu erfüllen und als starker Partner der öffentlichen Hand im Bildungsbereich zu agieren.

 

Im Vorstand sind Sr. Franziska Bruckner (Franziskanerinnen Amstetten), Sr. Mag.a Sonja Dolesch (Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis - Grazer Schulschwestern), Sr. Angelika Garstenauer (Franziskanerinnen von Vöcklabruck), MMag. Dr. Christian Lagger MBA und Mag. Philipp Summereder. Die Geschäftsführung liegt bei Mag.a Elisabeth Binder.

 

Mehr Info: www.vffb.or.at

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