Ökumene: Gedenken an Bischof Maximilian Aichern

Ökumenischer Rat der Kirchen: Großer Pionier der Ökumene
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) gedenkt in großer Dankbarkeit eines "großen Pioniers der Ökumene": Bischof Maximilian Aichern habe vor allem als einer der wichtigsten Protagonisten des ökumenischen Sozialworts an einem bedeutenden Stück Ökumene-Geschichte maßgeblich mitgewirkt. Sein Einsatz für das gemeinsame Zeugnis der Christen in der Welt, für mehr Mitmenschlichkeit und soziale Gerechtigkeit "sind uns bleibendes Vorbild", heißt es in einem Nachruf auf der ÖRKÖ-Website http://www.oekumene.at/.
Aichern habe stets das Verbindende vor das Trennende gestellt. "Sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust für alle Kirchen in Österreich", so der ÖRKÖ.
Evangelische Kirche A. B. in Oberösterreich: "Motor der Ökumene"
Auch die Evangelische Kirche in OÖ trauert um Bischof Aichern als einen "treuen Freund" und "Motor der Ökumene". Superintendent Gerold Lehner erinnerte in seinem Nachruf, die Ökumene in Oberösterreich habe nicht erst mit Bischof Maximilian begonnen, "aber er hat sie energisch gefördert" und auf der Ebene persönlicher Beziehung und Freundschaft gefestigt. Aichern sei selber noch vom Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägt gewesen und habe diesen Geist auch in seiner Diözese wehen lassen, so Lehner. Gerade auch in der Ökumene habe sich das positiv ausgewirkt: "Was hier gewachsen ist, an wechselseitigem Verständnis, an herzlicher Gemeinschaft, an inhaltlicher Übereinstimmung, das war auch nach seiner Emeritierung nicht mehr rückgängig zu machen."
Er selbst habe Bischof Maximilian erst nach dessen Emeritierung kennengelernt, berichtete Lehner, und er sei beeindruckt von Aicherns Freundlichkeit, von seinem unglaublichen Gedächtnis und seiner Demut gewesen. "Als evangelische Kirche sind wir dankbar für sein Wirken und seine Freundschaft. Er war ein Licht, nicht nur in der Kirche, sondern in dieser und für diese Welt. Ein Licht der Orientierung und ein Licht der Wärme."
Ukrainische Gemeinde in Oberösterreich: Dank für langjährigen pastoralen Dienst
Andrii Kityk, Seelsorger der Seelsorgestelle Hl. Josaphat der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche im Gebiet der Diözese Linz, betonte in seinen Worten, die ukrainische Gemeinde in Oberösterreich vereine sich mit der Diözese Linz im Gebet für Bischof emeritus Maximilian Aichern OSB, der heute früh in die himmlische Heimat zur ewigen Belohnung heimgegangen sei.
"Wir danken Gott für seinen langjährigen pastoralen Dienst und empfehlen seine Seele im Glauben an die Auferstehung der göttlichen Barmherzigkeit. Möge der allbarmherzige Herr ihm alle Verfehlungen vergeben und ihn ruhen lassen 'am Ort des Lichtes, der grünen Aue und der Erquickung, wo weder Schmerz noch Trauer noch Klage sind', sondern das ewige Leben."
Kathpress / Diözese Linz
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