Freitag 2. Oktober 2026

Berührender ökumenischer Weihnachtsgottesdienst mit obdachlosen Menschen

Am 13. Dezember 2024 feierten Diözesanbischof Manfred Scheuer und Superintendent Gerold Lehner in der Martin-Luther-Kirche gemeinsam mit obdachlosen Menschen einen ökumenischen Weihnachtsgottesdienst.

Mit den Worten: „Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst“ eröffnete Bischof Manfred Scheuer den traditionellen ökumenischen Gottesdienst für obdachlose Menschen in der Martin-Luther-Kirche in Linz. Denn auch dieses Jahr kam man am Freitag vor dem dritten Adventsonntag, dem 13. Dezember 2024, in der Martin-Luther-Kirche zusammen um sich auf Weihnachten vorzubereiten. Eingeladen waren alle, gestaltet wurde die Feier von Besucher:innen der sozialen Tageszentren, Redakteur:innen der Straßenzeitung Kupfermuckn und dem Obdachlosenseelsorger Julian Kapeller.

 

Der Bischof erzählte in der Eröffnung anekdotisch von einer Weihnachtsfeier, in der das Lied „Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst“ und „Happy Birthday Jesus“ gesungen worden waren. „Vermisst hätten wir nicht nur Jesus, sondern eben jeden einzelnen, der an diesem Tag anwesend war und dadurch die Feier zu etwas ganz besonderen machte“, erzählte Scheuer.

 

In der Predigt führte Superintendent Gerold Lehner von Jesaja 26 ausgehend zu modernen Hoffnungsperspektiven. Die Hausherrin und Pfarrerin, Veronika Obermeir-Siegrist, gestaltete eine kurze Meditation über das Licht des Neubeginns.

 

Eine Gruppe von Schüler:innen des Bischöflichen Gymnasiums Petrinum Linz, unter der Leitung der Lehrkraft Michaela Tanzler, gestaltete die Feier mit Gesang und Instrumenten musikalisch.

 

Besonders berührend war das Kerzenritual. Schüler:innen und Obdachlose zündeten sich

gegenseitig Kerzen an. Beinahe alle 100 Mitfeiernden kamen noch vorne, um entweder im Stillen oder mit den Worten „Meine Kerze brennt für …“ ein Licht zum Leuchten zu bringen.

 

Besonders berührend war das Kerzenritual. Symbolbild (c) Maria Appenzeller

 

Der Einzelsegen zum Schluss war das besondere Highlight dieses ökumenischen Gottesdienstes:  Den Mitfeiernden wurden mittels Handauflegung gute Worte gespendet, um sie mit einer besonderen Zuwendung zu bestärken.

 

Im Anschluss gab es Würstel beim HelpMobil der Caritas und selbst gemachte Stricksachen zur freien Entnahme von Urbi@Orbi. Im Pfarrsaal sorgten Ehrenamtliche für eine familiäre Atmosphäre durch heißen Punsch und Tee. Als Give-away wurden selbstgebackene Kekse von Schüler:innen und der Lehrkraft Valentin Stelzer, verteilt.

 

Julian Kapeller

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