Samstag 20. Juni 2026

Investition in Bildung und Wissenschaft

Das Gebäude der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) bedarf einer tiefgreifenden technischen und thermischen Sanierung. Auch im Hinblick auf die pädagogischen Anforderungen an ein zeitgemäßes Bildungsgebäude besteht Handlungsbedarf.

Die Modernisierung der PHDL und die damit verbundene Attraktivierung versteht die Diözese Linz als einen wichtigen Beitrag, um dem akuten Mangel an Lehrer:innen und Fachkräften in sozialen und sozialpädagogischen Arbeitsfeldern entgegenzuwirken.
Der markante Bau der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz unterhalb des Linzer Freinbergs wurde von 1970 bis 1975 nach Plänen der Architekten Franz Riepl und Othmar Sackmauer errichtet und steht unter Denkmalschutz. Seine Sanierung ist ein sensibles und kostenintensives Unterfangen, das unter finanzieller Beteiligung des Landes Oberösterreich und der Republik Österreich sowie in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen soll. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf ca. 70 Mio. Euro.

 

 Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz

© Pädagogische Hochschule der Diözese Linz / Andreas Röbl

 

Die Diözese Linz nimmt diese Situation zum Anlass, zu prüfen, ob die von ihr betriebenen tertiären Bildungseinrichtungen am Standort Salesianumweg zusammengeführt werden können. Ein gemeinsamer Campus für Bildung und Wissenschaft würde die Kosten für deren Erhalt und Betrieb senken und die Attraktivität für Studierende und die Dynamik in Forschung und Lehre steigern. Der Campus bietet jetzt schon neben der Lehrer:innenbildung Heimat für die Schule der Sozialbetreuungsberufe (SOB) sowie das Sozialpädagogische Kolleg (SPK). Auch die Bibliotheken der Pädagogischen Hochschule und der Katholischen Privat-Universität sind als Diözesanbibliothek bereits eine Einheit geworden und bieten einen Teil ihrer Services am Salesianumweg an.

 

Ein gemeinsamer Campus würde zusätzlich zu den genannten Institutionen auch das Konservatorium für Kirchenmusik und die Katholische Privat-Universität Linz (KU Linz) umfassen. Letztere arbeitet bereits seit mehreren Jahren in der Ausbildung von Pädagog:innen für die Sekundarstufe mit der PHDL zusammen. Im Fall einer Zusammenführung am Campus würden aber – allein schon aufgrund gesetzlicher Anforderungen – alle diese Bildungseinrichtungen weiterhin als selbständige Einheiten erhalten bleiben und getrennt geführt und finanziert werden.

 

Ab Februar 2023 startet ein EU-weiter Planungswettbewerb, in dem bis Herbst 2023 ein Generalplaner/eine Generalplanerin für die Sanierung ermittelt wird. Wenn sich anschließend die Behördenverfahren zügig abwickeln lassen und die Finanzierbarkeit gesichert ist, rechnet die Diözese mit einem Baubeginn frühestens im Jahr 2026. Mit Beginn der Planungsarbeiten werden die Anrainer:innen über das Vorhaben informiert.

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