Samstag 3. Oktober 2026

Ad-limina-Besuch der Bischofskonferenz wird verschoben

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz Franz Lackner

Der für Anfang Februar 2021 geplante Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe in Rom wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Das bestätigte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, am 10. Oktober 2020 gegenüber Kathpress.

Die offizielle Verständigung über die Verschiebung des Termins sei vor wenigen Tagen durch die Apostolische Nuntiatur in Wien erfolgt. "Ein neues Datum wurde noch nicht genannt", erklärte der Salzburger Erzbischof am Rande der noch bis Donnerstag, 12. November 2020 via Videokonferenz stattfindenden Vollversammlung der Bischofskonferenz. Es sei jedoch anzunehmen, dass der neue Termin für die Rom-Visite der Bischöfe frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 sein werde.

 

Die "intensiven Vorbereitungen" der Diözesen auf den Ad-limina-Besuch seien  bereits weit fortgeschritten und auch Gegenstand der aktuellen Beratungen der Bischofskonferenz. "Beim Ad-limina-Besuch wollen wir Bischöfe in der Weltkirche die Anliegen der Kirche in Österreich zur Sprache bringen und zugleich hierzulande vertreten, was uns Papst Franziskus und die vatikanischen Dikasterien mit auf den Weg geben", so Erzbischof Lackner.

 

Die "visitatio ad limina apostolorum" (Besuch an den Schwellen der Apostelgräber) ist für die Bischöfe der Weltkirche vom Kirchenrecht in regelmäßigen Abständen vorgesehen. Ihren Ursprung haben die Ad-limina-Besuche in der Reise zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom. Daraus erwuchs die Kurzformel "ad limina".

 

Der bisher letzte Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe fand von 27. bis 31. Jänner 2014 und damit im ersten Jahr des Pontifikats von Papst Franziskus statt. Höhepunkt des mehrtägigen Besuchsprogramms im Vatikan ist stets der Austausch mit dem Papst. Daneben führen die Bischöfe zahlreiche Gespräche mit den engsten Mitarbeitern des Papstes in den vatikanischen Kurienbehörden, um einen Überblick über die Situation in ihrem Kirchengebiet geben zu können und dabei die Expertise auf weltkirchlicher Ebene einzuholen. Ein weiterer Fixpunkt sind Gottesdienste in den Hauptkirchen Roms.

 

Derzeit finden im Vatikan wegen der Corona-Beschränkungen keine Ad-limina-Besuche statt. In normalen Jahren machen sich im Durchschnitt rund 500 Bischöfe pro Jahr auf den Weg in den Vatikan.

 

Kathpress

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