Sonntag 4. Oktober 2026

Videoserie der Ordensleute gibt Einblick in Covid-Zeit

Wie erleben Ordensleute in Österreich den Covid-Sommer und das Jahr 2020? Eine Videoserie gibt seit 10. August 2020 täglich Einblick.

Covid-19 beeinflusst uns alle. Im Bereich Medien und Kommunikation der Österreichischen Ordenskonferenz wurde immer wieder angefragt, wie es den Ordensleuten Österreichs mit, in und während der Krise geht.

 

Zu Zeiten des Lockdowns haben viele Einblicke in ihre Ordensgemeinschaften gegeben. Nun, einige Wochen später, haben Elisabeth Mayr und Magdalena Schauer persönlich nachgefragt, wie Österreichs Ordensleute den Sommer 2020 erleben, was heuer „#einfach anders“ ist und was die Coronabeschränkungen für sie verändert haben.

 

Der Sommer gezeichnet oder als Pantomime dargestellt

 

„Auf Neues einstellen“ ist in diesem Jahr ein Schlagwort, deshalb wurde auch die Interviewführung dahingehend angepasst: Die erste Aufgabe an die InterviewpartnerInnen war, die eigenen Erfahrungen pantomimisch oder zeichnerisch darzustellen. Eines wurde klar: Kreativität ist eine absolute Stärke unserer Ordensleute!

Mit dabei sind Franziskanerinnen und Franziskaner, Jesuiten, Barmherzige Schwestern, Redemptoristen, Kreuzherren mit dem Roten Stern, Salvatorianerinnen und Salesianer Don Boscos.


Eine #einfach widersprüchliche Zeit

 

Gestartet hat die Serie am Montag, 10.8.2020, mit P. Hans Hütter von den Redemptoristen, der einen grandiosen Pantomimeact vor dem Portal von der Kirche Maria am Gestade aufführt. Er empfindet die momentane Zeit als sehr widersprüchlich: "Einerseits laden wir die Menschen zu uns in die Kirche ein und sie sollen ja auch kommen! Andererseits müssen wir ihnen gleich am Eingang sagen, dass sie Abstand halten sollen und den Mund- und Nasenschutz tragen müssen.“

Der Lockdown eröffnete die Möglichkeit zu einer ganz anderen Fastenzeit als sonst: „Sie war sonst immer geprägt von einem gewissen Aktivismus: ‚Das soll man tun, und das, und das, und das'. Durch Corona waren wir zu einer Einkehr und Besinnung gezwungen, die wir gar nicht mehr so gewohnt waren. Auch wir als Kommunität nicht. Für mich gilt das für die ganze Corona-Sache, wir müssen Vieles anders anschauen und an Dinge anders herangehen."

 

Der Schwesterngarten wird zur Ruheoase

 

Am Dienstag, 11. August 2020 zeigten die Österreichischen Ordensgemeinschaften die Generaloberin der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul. Für Sr. Cordula Kreinecker bedeutet das Covid-19-Jahr allem mehr Stille, Ruhe und weniger Umtriebigkeit. Während des Lockdowns wurde etwa der Dachgarten der Schwestern mitten im 6. Wiener Gemeindebezirk zu einer Ruheoase wie nie davor - vor allem ohne jeglichen Flugverkehr hörte man plötzlich Vögel zwitschern, Grillen zirpen und den Wind wehen.

 

Sr. Cordula Kreinecker zeigt vom Dach aus auch auf ein sehr nahe gelegenes Altersheim, und erzählt Elisabeth Mayr, die alle Interviews führt, dass die Schwestern Mitleid mit den dort lebenden Menschen hatten, da diese lange keine Besuche bekommen durften - hier hätten sie sich selbst besonders glücklich geschätzt und waren froh darüber, dass ihre älteren Schwestern niemals Einsamkeit verspüren mussten und stets in der Gemeinschaft geborgen waren.

 

Video P. Hans Hütter, Redemptorist

Video Sr. Cordula Kreinecker

 

Weitere Veröffentlichungen:

12.8.2020 P. Vaclav Sladek, Kreuzherren mit dem Roten Stern

13.8.2020 Sr. Gudrun Schellner, Franziskanische Schwestern von der Schmerzhaften Mutter

14.8.2020 Sr. Johanna Theresia Aichhorn, Franziskanerin von der christlichen Liebe

17.8.2020 P. Friedrich Prassl, Jesuiten, Leiter des Kardinal König Hauses

18.8.2020 Sr. Edith Bramberger, Salvatorianerinnen

19.8.2020 P. Johannes Haas, Salesianer Don Boscos

20.8.2020 P. Sandesh Manuel, Franziskaner

 

Quelle: Ordensgemeinschaften Österreichs

 

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