Freitag 2. Oktober 2026

Papst verlangt drastischere Maßnahmen für Klimaschutz

In einer am Sonntag in mehreren Sprachen verbreiteten Botschaft forderte er eine schnellere Umsetzung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Maßnahmen gegen die Emission von Treibhausgasen und den globalen Temperaturanstieg.

Mit Blick auf die Klimaproteste von Jugendlichen sprach er von "prophetischen Handlungen". Die jungen Menschen seien enttäuscht von leeren Versprechungen und hätten Anspruch auf "Fakten und keine Illusionen". Anlass der Botschaft war der am 1. September begangene Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung und der Auftakt zur mehrwöchigen Schöpfungszeit.

Franziskus warnte, die Umweltverschmutzung, der Gebrauch fossiler Brennstoffe, intensive Landwirtschaft sowie die Abholzung der Wälder erhöhten die globale Temperatur "bis zur Alarmstufe". An die Regierungen und das bevorstehende Gipfeltreffen der Vereinten Nationen appellierte er zu einer "drastischen Beschleunigung" der Maßnahmen, um die Netto-Emissionen der Treibhausgase auf Null zu senken und den mittleren Temperaturanstieg auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Die Politiker trügen die Verantwortung dafür, dass der Planet nicht "auf eine Begegnung mit dem Tod" zugehe.
 

Veränderung des Lebensstils

 

Der Papst mahnte, es sei "Zeit, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufzugeben und schnell und entschieden Übergänge zu Formen sauberer Energiegewinnung und nachhaltiger Kreislaufwirtschaft zu schaffen". Nachdrücklich drängte er auf eine Veränderung des Lebensstils. "Wir sind zu viele, die sich als Herren der Schöpfung aufspielen", schrieb er. Von indigenen Bevölkerungen gelte es die "jahrhundertealte Weisheit" eines besseren Umgangs mit der Umwelt zu lernen. Franziskus verwies auch auf die im Oktober im Vatikan tagende Bischofssynode zum Amazonasgebiet.

Franziskus hatte den Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung erstmals 2015 nach der Veröffentlichung seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si" in der katholischen Kirche begehen lassen. Er schloss sich damit einer Initiative des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel an, das den Gebetstag bereits 1989 ins Leben rief.

Auch in Österreich machen die christlichen Kirchen in Österreich wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende der fünfwöchigen "Schöpfungszeit", finden österreichweit themenbezogene Veranstaltungen und Gottesdienste statt.

 

Papstbotschaft als Kurzvideo

 

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"Lasst uns in diesem Monat beten, dass Politiker, Wissenschaftler und Ökonomen zusammenarbeiten, um die Weltmeere und Ozeane zu schützen", so Papst Franziskus in seinem Video.

 

Diözese Linz: Schöpfung und Nachhaltigkeit

 

Quelle: kathpress

 

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