Tuesday 23. July 2019

VOLONTARIAT bewegt: Vier OberösterreicherInnen bald auf Auslandseinsatz

Vier junge Erwachsene aus Oberösterreich starten demnächst in ihren freiwilligen Auslandsdienst. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die Freiwilligen von VOLONTARIAT bewegt am 9. Juli 2019 offiziell verabschiedet.

Diesen Sommer wagen 21 junge Erwachsene über VOLONTARIAT bewegt – eine Initiative von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos - den mutigen Schritt in ihren Freiwilligendienst im Ausland. Im Wiener Salesianum wurden sie am vergangenen Samstag mit einem stimmungsvollen Fest im Beisein ihrer Familien, Freundinnen und Freunde in ihr Volontariat entsandt. Ein besonderer Moment war dabei für die Volontärinnen und Volontäre die Überreichung des Sendungskreuzes beim feierlichen Gottesdienst. Die Freiwilligen werden in Kinder- und Jugendsozialprojekten der Salesianer Don Boscos in Afrika, Asien oder Lateinamerika tätig sein. Sie widmen zehn bis zwölf Monate ihres Lebens dem Wohl von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Zwischen Sportplatz, Schule, Jugendzentrum und Chorprobe setzen sie ihre Fähigkeiten und Talente vielseitig und kreativ ein. Dabei erleben sie auch, wie bereichernd interkultureller Austausch für die eigene Lebensgestaltung sein kann.

 

Sendungsfeier Sommer 2019

Die Freiwilligen von VOLONTARIAT bewegt mit Provinzial P. Petrus Obermüller (1. Reihe vorne rechts) und Johannes Ruppacher (2. Reihe ganz links). © VOLONTARIAT bewegt

 

Engagierte OberösterreicherInnen weltweit im Einsatz


Unter den Freiwilligen sind vier junge Erwachsene aus Oberösterreich: Judith Kirchweger (17) aus Molln wird in einem Kindergarten in der Hauptstadt Äthiopiens arbeiten. Lange hat sie davon geträumt, „in Kontakt mit anderen Kulturen zu treten“ und dabei „ein Jahr ihrer Zeit den Kindern und Jugendlichen vor Ort zu schenken“. 
Als Leiterin unterschiedlicher Pfarrgruppen hofft Lena Mitterndorfer (18) aus Ebensee in Kolumbien „eigene Ideen und Projekte für und mit Kindern umzusetzen“.
Der angehende Zivildiener Paul Mühlleitner (18) aus Vöcklabruck bricht im August nach Indien auf. „Es ist für die Kinder vielleicht manchmal schwierig jemanden zu finden, mit dem sie reden oder ganz einfach etwas spielen können“, erklärt Paul. Das motiviert ihn, sich vor Ort in einer Schule und in der Freizeitbetreuung einzubringen.

Auch Viktoria Klar (18) aus Leonding führt ihre Reise nach Indien. Sie möchte dort „neue Eindrücke sammeln” und die „Kinder dabei unterstützen, ihren Weg zu gehen.”

 

 

Verabschiedung durch den Bundespräsidenten

 

Schon zum dritten Mal waren die Freiwilligen von VOLONTARIAT bewegt zu Gast in der Hofburg und wurden von Bundespräsident Alexander van der Bellen verabschiedet: „Gerade in diesen Zeiten, wo liberale Werte in Frage gestellt werden, ist es wichtig, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und die Zeichen an den Wänden zu deuten wissen. Herzlichen Dank für euer Engagement!“.


„Unsere Volontärinnen und Volontäre haben sich lange und intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet. Es freut uns sehr, dass ihr Engagement von Seiten des Staates so hohe Anerkennung erfährt“, so Johannes Ruppacher, Geschäftsführer von VOLONTARIAT bewegt, der sich auch herzlich für die wichtige Unterstützung der Auslandseinsätze durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit und das Sozialministerium bedankte.

 

Verabschiedung der TeilnehmerInnen von VOLONTARIAT bewegt durch Bundespräsident Alexander van der Bellen.

Verabschiedung der TeilnehmerInnen von VOLONTARIAT bewegt durch Bundespräsident Alexander van der Bellen. © Peter Lechner / HBF



Einsätze als entscheidende Richtungsweiser


Ein Auslandseinsatz prägt die Freiwilligen lange über die Zeit in den Projekten hinaus. Vor Ort begegnet man jeden Tag aufs Neue einer anderen Kultur. Ungewohnte Arbeitsstrukturen, alternative pädagogische Zugänge und ein herausfordernder Alltag in den Einsatzländern, lassen das eigene Leben in neuem Licht erscheinen. Die Volontärinnen und Volontäre werden in ihrer Lernerfahrung intensiv durch das Team von VOLONTARIAT bewegt begleitet. Die dabei gewonnenen Perspektiven wollen die Freiwilligen auch in Österreich aktiv vermitteln und weitergeben.


„Das Volontariat bringt einen persönlichen Reifungsprozess in Gang“, so Johannes Ruppacher, „67 Prozent unserer Freiwilligen geben sogar an, dass diese Erfahrung ihren beruflichen Werdegang beeinflusst hat“.

Nähere Informationen zum Programm von VOLONTARIAT bewegt:

www.volontariat.at.


Die nächsten Informations- und Auswahltage für eine Ausreise im Februar und Sommer 2020 finden am 7. September in Wien und am 21. September in Innsbruck statt.

 

Mariama Sow | VOLONTARIAT bewegt

Katholische Kirche in Oberösterreich
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