Samstag 3. Oktober 2026

Papst führt jährlichen "Tag der Schöpfung" am 1. September ein

Papst Franziskus

Mit einem vom Vatikan veröffentlichten Schreiben kündigte Papst Franziskus am 10. August 2015 die Einführung eines jährlichen Gebetstags für die Schöpfung an. Er soll weltweit am 1. September begangen werden.

Der Papst greift damit eine orthodoxe Idee auf. Bereits bei der Pressekonferenz zur Präsentation von "Laudato si" hatte Metropolit Johannes Zizioulas im Vatikan die Beteiligung der katholischen Kirche an der orthodoxen Initiative angeregt.

Papst Franziskus betont nun in seinem Brief an die zuständigen Kardinäle Peter Turkson (Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden) und Kurt Koch (Ökumenerat), es solle auch katholischerseits ab diesem Jahr am bisherigen orthodoxen Schöpfungstag (1. September) mit möglichst allen Christen weltweit in Sorge um die Schöpfung gebetet werden.

Wörtlich heißt es in diesem Brief: "Mit dem geliebten Bruder, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios die Sorge um die Zukunft der Schöpfung teilend und den Vorschlag seines Vertreters, des Metropoliten Johannes von Pergamon aufgreifend, den dieser bei der Vorstellung der Enzyklika 'Laudato si' über die Sorge um das gemeinsame Haus gemacht hat, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich entschieden habe, auch in der katholischen Kirche den 'Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung' einzuführen, der beginnend mit diesem Jahr, immer am 1. September gefeiert werden soll, wie es in der orthodoxen Kirche schon lange geschieht."

Kardinal Turkson solle dazu beitragen, dass die Bischofskonferenzen der Welt und die internationalen Organisationen an der Gestaltung dieses Gebetstages mitarbeiten. Kardinal Koch wiederum solle - so der Papst - die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit den übrigen christlichen Kirchen, vor allem dem Weltkirchenrat (ÖRK), koordinieren.

Die Kirchen stünden weltweit vor denselben Herausforderungen, so der Brief. Um "glaubwürdig und wirkungsvoll" sein zu können, müsse man gemeinsam Antwort geben, betont Papst Franziskus. Abschließend erinnert er in dem Brief an die Schutzheiligen für das Anliegen. Er rufe für "eine umfangreiche Zusammenarbeit, für einen guten Beginn und eine gute Entwicklung dieses Gebetstages für die Bewahrung der Schöpfung" die Fürsprache "Marias, der Allerheiligsten Mutter Gottes und Franziskus von Assisis an, der in seinem Sonnengesang so viele Frauen und Männer guten Willens zum Lob des Schöpfers und zum Respekt vor der Schöpfung inspiriert hat".

 

Kathpress

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