Mittwoch 21. Oktober 2026

Widerstand gegen das Vergessen

Besinnliches Innehalten für UnternehmerInnen und Führungskräfte im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim.

In die ehemalige NS-Tötungsanstalt Schloss Hartheim lud das Forum Christ und Wirtschaft (CuW) am 13. März 2015 UnternehmerInnen und Führungskräfte zum besinnlichen Innehalten. CuW gehört zur Katholischen Aktion OÖ.

Das Renaissance-Schloss in Alkoven wurde im Frühjahr 1940 von den Nationalsozialisten innerhalb weniger Wochen zu einer Euthanasie-Anstalt umgebaut. Rund 30.000 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie psychisch kranke Menschen sind an diesem Ort ermordet worden.

 

Der letzte Weg der Opfer

 

Künstler Herbert Friedl hat den letzten Weg der Opfer – von der ehemaligen Bus-Ankunftsstelle bis zu den Tötungsräumen – abstrahiert gestaltet. Sein Ziel ist, die Geschehnisse in der ehemaligen Tötungsanstalt ins Gedächtnis zurückzurufen. Friedl informierte im Rahmen der CuW-Veranstaltung über das Gestaltungskonzept des heutigen Lern- und Gedenkortes Hartheim: Die verwendeten Materialien beschränken sich auf Stahl und Glas. Stahl, um auf das Geschehen zu verweisen. Glas, um auf die Opfer aufmerksam zu machen.

 

Besinnliches Innehalten für UnternehmerInnen und Führungskräfte im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim.
30.000 Menschen ermordeten die Nationalsozialisten im Renaissance-Schloss Hartheim in Alkoven.
Hier stand der Schuppen, in den die Transportbusse einfuhren. Danach wurden die Menschen durch den Arkadenhof zur Entkleidung geführt.
Harter Kontrast: Idyllischer Arkadenhof und grausame Geschichte.
Tafel mit den Namen der Ermordeten.
Gedenktafeln.
UnternehmerInnen, Führungskräfte und Freunde des Forums Christ und Wirtschaft hören schweigend zu.
Der Weg durch die Gedenkstätte endete mit einer Besinnung im interkonfessionellen Meditationsraum, der ebenfalls von Herbert Friedl gestaltet wurde.
 


Der Weg durch die Gedenkstätte endete mit einer Besinnung im interkonfessionellen Meditationsraum, der ebenfalls von Herbert Friedl gestaltet wurde. Der gemeinsame Ausklang fand im Café Lebenswert statt, das in unmittelbarer Nähe des Schlosses als sozial-integrativer Betrieb geführt wird.

Rudinger, Bernhard (ma)

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