Monday 26. August 2019

70 Jahre gelebte Priesterberufung

Ein ganz besonderes Jubiläum beging kürzlich P. Nivard Volkmer O.C.S.O. vom Stift Engelszell, dem einzigen Trappistenkloster Österreichs: Der 94-jährige Pater feierte am 25. Mai 2014 in der Stiftskirche Engelszell sein 70-jähriges Priesterjubiläum. Die Festpredigt hielt Bischof em. Maximilian Aichern.

 

Bischof em. Maximilian Aichern mit dem Jubilar P. Nivard Volkmer / Foto: Stift Engelszell

 

 

P. Nivard Volkmer wurde 1919 in Rudolfsthal in Bosnien geboren, seine Eltern waren Schlesier. Er trat in das Trappistenkloster Maria Stern ein und empfing 1944 die Priesterweihe. Am Ende des Partisanenkrieges musste er mit vielen aus der deutschsprachigen Bevölkerung in Bosnien nach Deutschland flüchten und wirkte insgesamt in der Seelsorge von 5 Diözesen. 1951 kam er nach Engelszell, wo das von den Nazis aufgehobene Kloster wieder zu neuem Leben erweckt wurde. Von 1991 bis 2002 leitete er in den Kriegswirren das Kloster Maria Stern in Banja Luka (Bosnien), worum ihn der Generalabt in Rom gebeten hatte. Bischof Maximilian Aichern besuchte in dieser schwierigen Kriegszeit neben Bischöfen Politikern und Hilfsorganisationen in Bosnien-Herzegowina auch das Kloster Maria Stern und P. Nivard und dessen Mitbrüder. In dieser Zeit wurden in der Republika Srpska im Staate Bosnien-Herzegowina acht Priester und eine Nonne ermordet. 2002 kehrte P. Nivard nach Engelszell zurück.

 

 

 Bischof em. Maximilian Aichern bei der Festmesse für den Jubilar P. Nivard Volkmer / Foto: Stift Engelszell

 


In seiner Festpredigt würdigte Bischof em. Aichern den Jubilar als großes Vorbild im Glauben: „Der von Jesus geschenkte Gottesgeist hat P. Nivard durch schwierige Zeiten und Aufgaben geführt und gestärkt. Für den Jubilar war die Berufung zum Priestertum und zum Ordensleben getragen von der Liebe des Herrn und hat sich im Bemühen zur Verwirklichung der Einladungen und Gebote Gottes verwirklicht. Das Motto seines Lebens war der Spruch auf seinem Primizbild: ‚Lass meine Seele, Herr, ein Leuchten sein, und meine Hände ein stiller Segen für alle, die da wartend stehen an meines Lebensbunds verzweigten Wegen.‘“ P. Novard habe bescheiden und ehrfürchtig Zeugnis für die Hoffnung gegeben, die die Christen durch den Glauben erfülle, so Aichern. Ihn habe das Los der Verfolgung getroffen, obwohl er sich stets um das Gute für alle Menschen bemüht habe. Die Haltung des Jubilars: „Wir alle sind in Gottes Hand“ sei ein großartiges Vorbild, so Aichern. Er dankte P. Nivard herzlich „für alles, was er in seinem langen Leben für Gott und die Menschen getan hat, für seinen lebendigen Glauben und seinen Einsatz“.

 

Stift Engelszell

 

 

GratulantInnen mit dem Jubilar P. Nivard Volkmer / Foto: Stift Engelszell

 

 

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