Gebetswoche - die Spendenprojekte

Projekt 1: Schutz für Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch
(Spendenvorschlag der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz)
Um Kosten zu sparen, haben viele Firmen ihre Textilproduktion in Länder wie Bangladesch und China verlagert. Dort sind die gesetzlichen Auflagen für den Umweltschutz und die Arbeitsgesetze schwach oder können einfach umgangen werden. Die Folge sind unmenschliche Arbeitsbedingungen und langfristige Umweltverschmutzung. Näherinnen in Bangladesch arbeiten bis zu 16 Stunden am Tag, meist sieben Tage pro Woche. Der Lohn reicht bei Weitem nicht für ein Leben in Würde. Bei Arbeitsunfällen oder Krankheiten haben die Frauen keine Absicherung.
Das katholische Hilfswerk "Fastenopfer" und das evangelische Werk "Brot für alle" in der Schweiz arbeiten daher mit der Fair Wear Foundation (FWF) zusammen, die sich in Bangladesch, China, Indien und in der Türkei engagiert. Sie helfen NäherInnen, in den Textilfabriken ihre Arbeitsrechte einzufordern.
Weitere Informationen: www.brotfueralle.ch
Projekt 2: Unterstützung von Kleinbauern in trockenen Regionen Guatemalas
(Spendenvorschlag Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung – Brot für die Welt)
Aufgrund ihrer Wasserreserven sind die Nebelwälder der Granadillas-Berge für die Menschen im trockenen Osten Guatemalas lebenswichtig. Doch bereits 80 Prozent des Waldes sind durch massive Abholzungen vernichtet worden. Gibt es den Wald nicht mehr, versiegt auch das Wasser für die Felder der Kleinbauern und ihre Existenz wird bedroht.
Die Kleinbauern engagieren sich nun im gewaltfreien Kampf um den Erhalt "ihrer" Berge. Unterstützt werden sie dabei von der Lutherischen Kirche Guatemalas, einer Partnerin von "Brot für die Welt". Mit den Spenden für dieses Projekt werden Informationsveranstaltungen für die Bauern sowie erste Hilfen in den Trockenphasen finanziert, damit die Familien die Dürre überleben können.
Weitere Informationen: www.brot-fuer-die-welt.de
Projekt 3: Hilfe für verfolgte Familien im Irak
(Spendenvorschlag des Deutschen Caritasverbandes)
Der Irak ist nach den Golfkriegen ein zerrissenes Land. Politische und religiöse Gruppierungen bekämpfen sich mit Selbstmordanschlägen, Entführungen und militärischen Aktionen. Die Infrastruktur ist zerstört, Infektionskrankheiten breiten sich aus, die Kindersterblichkeit steigt akut an, die medizinische Versorgung ist unzureichend. Im Irak selbst sind rund zwei Millionen Menschen auf der Flucht. Christliche Familien sind ein bevorzugtes Ziel von religiös motivierten Angriffen.
Caritas International unterstützt die Caritas Irak darin, mehrere Zentren für Menschen in absoluter Not wie auf der Flucht zu unterhalten. Die Zentren, die die Caritas in eigener Regie oder in Zusammenarbeit mit dem Roten Halbmond betreibt, sind über das Land verteilt: sechs davon in Bagdad und ein Zentrum in der weiter nördlich liegenden Stadt Kirkuk. Neben medizinischer Versorgung werden die vertriebenen Familien mit Hilfspaketen unterstützt.
Weitere Informationen: www.caritas-international.de
(vt)



