Gebetswoche - die Idee
Die Gebetswoche verdeutlicht, dass ökumenische Bemühungen ohne die Hilfe des Heiligen Geistes keine Aussicht auf Erfolg haben. Gleichzeitig muss das Gebet für die Einheit immer auch Taten nach sich ziehen.
Die Gebetswoche bedeutet darum nicht Beten „um” die Einheit, sondern Beten „für” die Einheit, die den Christen in Jesus Christus bereits geschenkt ist und deren Pflege und Sichtbarmachung ihnen anvertraut ist.
Die Ursprünge der Gebetswoche gehen bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Seit 1968 werden die Themen und Texte für die Gebetswoche vom Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen und dem weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) veröffentlicht.
Jedes Jahr wird jeweils eine ökumenische Gruppe in einem bestimmten Land um einen ersten Entwurf gebeten, der dann von der gemeinsamen Arbeitsgruppe so bearbeitet wird, dass er weltweit verwendet werden kann.
Dieses Material, bestehend aus einem Thema, einem Entwurf für einen ökumenischen Gottesdienst, Bibeltexten und kurzen Meditationen und Gebeten für jeden der acht Tage, wird auf Englisch und Französisch veröffentlicht.
Der Ökumenische Rat der Kirchen schickt das Material an seine Mitgliedskirchen, der Vatikan an die Bischofskonferenzen. In Deutschland wird der Text in der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ACK übersetzt und für den deutschsprachigen Kontext überarbeitet.
Quellenangabe:
kathpress.at: Österreichs Christen beten um Einheit der Kirchen. URL: http://kathpress.at/site/nachrichten/database/67229.html [Stand: 01/2016]
Liturgisches Institut der deutschprachigen Schweiz: Gebetswoche für die Einheit der Christen 2015. URL: http://www.liturgie.ch/liturgiepraxis/wort-gottes-feier/oekumenische-gottesdienste/530-gebetswoche-fuer-die-einheit-der-christen-2016 [Stand: 01/2016]
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