Treue
Mag. Paul Neunhäuserer von BEZIEHUNGLEBEN.AT über Treue, die im gegenseitigen Vertrauen wurzelt.
Bei der Trauung versprechen sich die Brautleute die Treue in guten und in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Die Partner vertrauen sich gegenseitig. Treue kommt von Ver-Trauen: Ich traue mich mit dir, ich vertraue mich dir an, ich traue mich dir zu, ich vertraue, dass wir den gemeinsamen Weg schaffen.
Treue hat mehrere Aspekte, zunächst einen aktiven und eine passiven. Um treu zu sein, muss ich etwas tun, ich muss mich attraktiv halten, darf mich nicht gehen lassen. Ich muss aber auch etwas nicht tun. Ich darf den Partner, die Partnerin nicht hintergehen, nicht betrügen …
Neben dem aktiven und passiven gibt es noch 3 weitere Aspekte: 1. Die Treue zur Partnerschaft als Gemeinschaftsprojekt und Geschenk, 2. die Treue zum Partner und 3. die Treue sich selber gegenüber: Jede/r ist verantwortlich für die Partnerschaft, für den/die Partner/in und für sich selbst. Mit Gott als Drittem im Bunde kann diese Verantwortung leichter getragen werden. Leider ist es Realität, dass es aber zu Lebenssituationen und Konflikten kommen kann, in denen es zum Bruch kommt und ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist.
Mein Wunsch an die Synode:
- Einbeziehung von alleinerziehenden Eltern und deren Kindern in das kirchliche Leben
- Einbindung von Ehepartnern, die nach Scheidung in einer Zivilehe leben, in das kirchliche Leben
- Möglichkeit der Zulassung zu den Sakramenten für geschiedene-wiederverheiratete Menschen.
Mag. Paul Neunhäuserer
Referent für Beziehungs-, Ehe- und Familienpastoral bei BEZIEHUNGLEBEN.AT



