Schwangerschaftsabbruch

Mag.a Martha Leeb von Beziehungleben und ZOE über ein Tabuthema, das betroffene Frauen bzw. Paare massiv belastet.
Der Entschluss zu einem Schwangerschaftsabbruch ist für betroffene Frauen und Paare oft die schwierigste Entscheidung in ihrem Leben. Eine Abtreibung bedeutet, sich gegen ein (weiteres) Kind zu entscheiden, und ist ein körperlich-seelischer Eingriff, der Frauen oft noch lange beschäftigt. So unterschiedlich die Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch sind, so unterschiedlich sind auch die Gründe, die zu Belastungen nach einem Schwangerschaftsabbruch führen können.
Viele Frauen erfahren, dass sie nach dem Schwangerschaftsabbruch allein gelassen werden. Es drängen sich Schuldgefühle und die Frage auf, ob nicht doch ein anderer Weg möglich gewesen wäre. Der Kontakt mit Kleinkindern löst die Vorstellung "Mein/Unser Kind wäre jetzt drei Monate, zwei Jahre alt" Zweifel, Traurigkeit und Leere aus.
Psychosoziale Beratung kann bei der Bewältigung und der Auseinandersetzung mit einer Abtreibung eine hilfreiche Unterstützung sein. Frauen sollen spüren, dass es tatsächlich um sie selbst geht. Oft besteht der Wunsch nach Gesprächen über ihre damalige und jetzige Notsituation.
Mein Wunsch an die Familiensynode:
dass bei der Thematik Abtreibung der Focus nicht auf Schuld und Sünde gelegt wird, sondern dass es um Frauen geht, die einen Entscheidungsnotstand erleb(t)en und die materielle Hilfe und Gespräche mit verständnisvollen Menschen brauchen.
Mag.a. Martha Leeb
Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin bei BEZIEHUNGLEBEN.AT und ZOE



