Alleinerziehend in Österreich

Dr.in Maria Moucka-Löffler von der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich über die Lebensrealität alleinerziehender Frauen.
Alleinerziehend zu sein, ist heute nichts Außergewöhnliches. Jede achte Frau mit Kindern in Österreich ist alleinerziehend. Sie tragen besonders viel Verantwortung und wollen Vater und Mutter gleichzeitig ersetzen.
Alleinerziehende wünschen sich, dass diese Familienform von der Kirche als vollwertig anerkannt wird, denn Familie ist überall dort, wo Kinder mit Eltern leben. Einelternfamilien leisten Großartiges und möchten in den Gemeinden voll integriert sein. Tritt wieder ein neuer Partner ins Leben, erleben wiederverheiratete Geschiedene hier den Ausschluss von den Sakramenten als schmerzhaft und auch als ungerecht, v. a. wenn vom Partner verlassen oder „schuldlos“ geschieden.
Das Scheitern von Beziehungen wird meist schon als menschliche Wunde erlebt. Das derzeitige Kirchenrecht trägt nicht gerade zur Heilung dieser Wunden bei.
Von der Familiensynode wünsche ich mir Großherzigkeit, ein Denken, das der Lebensrealität von Familien entspricht und dass Brücken gebaut werden zwischen Lehramt und gelebter Praxis.
Dr.in Maria Moucka-Löffler
Organisationsreferentin der Katholischen Frauenbewegung in Oberösterreich
Lesen Sie dazu auch auf der Website der Kirchenzeitung: "Gemeinsame Zeit intensiv erleben": Aus dem Alltag einer alleinerziehenden Mutter



