Samstag 7. Februar 2026

Herausforderung Familie und Arbeitswelt

Herausforderung Familie und Arbeitswelt

Moderne Familien versuchen, ihr Leben partnerschaftlich zu teilen. Beide Elternteile übernehmen einen Teil der Aufgaben im Haushalt und mit den Kindern.

 

Mag.a Andrea Holzer Breid von Beziehungleben über Schwierigkeiten beim Versuch, Familie und Beruf erfüllend und partnerschaftlich zu leben.

 

Vor der Geburt des ersten Kindes schaffen Paare noch annähernd ihr Ideal, die Arbeit „halbe halbe“ zu teilen, nach der Geburt sieht das meist anders aus: Die meisten Väter arbeiten 40 Stunden und mehr, die meisten Mütter arbeiten Teilzeit und übernehmen einen großen Teil der Familien-Arbeit. Dadurch entstehen viele Unzufriedenheiten und Erwartungen, die die Paare sich gegenseitig nicht erfüllen können.

 

Viele Frauen erwarten sich von ihren Männern, dass diese sich beteiligen. Sie sind enttäuscht, wenn ihr Mann erschöpft von der Arbeit heimkommt und sie nicht ausreichend zuhause unterstützt. Es folgen Vorwürfe und Anschuldigungen, die zerstörerisch wirken.

 

Männer erwarten sich, dass sie von ihrer Frau verstanden werden. Sie fühlen sich oft schon beim Heimkommen überfordert von den Erwartungen der Frau. Die einen blocken ab und flüchten in andere Bereiche (in die Werkstatt, in die Arbeit, aufs Motorrad, manchmal in eine Außenbeziehung, …), die anderen versuchen ihr Bestes und funktionieren, bis sie nicht mehr können. Viele Männer haben nicht gelernt, ihre Meinung zu sagen und ihre Bedürfnisse zu formulieren.

 

Manche Paare wenden sich gegeneinander, glauben, der/die „andere“ sei schuld an der Situation, und suchen nicht nach gemeinsamen Lösungen.

 

Das Austarieren von Familie und Beruf die ist Haupt-Herausforderung von Familien. Dass in der Arbeitswelt ein rauher Wind weht und dass parallel dazu die Lebenserhaltungskosten immer mehr steigen, müssen die einzelnen Familien für sich selbst lösen. Und keiner der Partner ist schuld …

 

Ich wünsche mir von der Familiensynode, dass die Kirche zu diesem Thema Stellung bezieht.

 

Ich wünsche mir, dass die Kirche sich dafür einsetzt,

  • dass Männer und Frauen arbeiten gehen können.
  • dass Haushaltsarbeit partnerschaftlich zwischen Männern und Frauen geteilt wird.

Ich wünsche mir, dass die Kirche politisch Stellung bezieht für eine neue Zeitpolitik für Familien:

  • Dass Arbeitszeitmodelle eingeführt werden, mit welchen Mütter und Väter mehr Zeit in der Familie verbringen können.
  • Dass Zeiten mit Kindern wesentlich höher für die Pension angerechnet werden. Derzeit haben alle Mütter und Väter, die Teilzeit arbeiten einen großen Nachteil in der Pension.

Ich wünsche mir, dass die Kirche Familien dabei unterstützt,

  • dass sie gemeinsame Rituale und eine Familien-Kultur entwickeln können, mit welchen sie von der Arbeit abschalten können und das gute Leben finden können.
  • dass sie in der „Rush-Hour“ des Lebens mit kleinen Kindern in der Familienberatung sich neu orientieren und strukturieren können, um die Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
  • dass Mütter und Väter in günstigen Seminaren und Erholungsangeboten abschalten können.

 

Mag.a Andrea Holzer-Breid

Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin,
Erziehungs- und Jugendberaterin bei BEZIEHUNGLEBEN.AT

 

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