Dienstag 3. Februar 2026

Amtseinführung von Pfarrer und Pfarrvorständen in der neuen Pfarre Freistadt

Am 25. Jänner 2026 wurden Pfarrer Klemens Hofmann, Pastoralvorstand Wolfgang Roth und Verwaltungsvorstand Markus Woda in der Pfarrkirche Stadt Freistadt von Bischof Manfred Scheuer feierlich in ihr Amt eingeführt. 

Nach Jahren intensiver Vorbereitung wurde mit 1. Jänner 2026 das Dekanat Freistadt als neue Pfarre Freistadt kirchenrechtlich gegründet. Die neue Pfarre besteht aus den 15 Pfarrteilgemeinden Stadt Freistadt, Grünbach, Gutau, Hirschbach, Kefermarkt, Lasberg, Leopoldschlag, Neumarkt im Mühlkreis, Rainbach im Mühlkreis, Reichenthal, Sandl, Schenkenfelden, St. Oswald bei Freistadt, Waldburg und Windhaag bei Freistadt. Geleitet wird sie von Pfarrer Klemens Hofmann, Pastoralvorstand Wolfgang Roth und Verwaltungsvorstand Markus Woda. Wesentlich bleiben bzw. weiter intensiviert werden die Zusammenarbeit bzw. die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen, Seelsorger:innen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen vor Ort in den Pfarrteilgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre.

 

Den Festgottesdienst zur Amtseinführung von Pfarrer und Pfarrvorständen feierte Bischof Manfred Scheuer gemeinsam mit Priestern, Diakonen, den hauptamtlichen Seelsorger:innen und den Seelsorgeteams aus den 15 Pfarrgemeinden am 25. Jänner 2026 um 10 Uhr in der Pfarrkirche Stadt Freistadt. Gekommen waren Vertreter:innen der Pfarrgemeinden und der pastoralen Orte, die Mitglieder des Kernteams, das den Pfarrwerdungsprozess vorbereitet hatte, zahlreiche Pfarrmitglieder der neuen Pfarre Freistadt sowie Angehörige von Pfarrer und Vorständen. 30 Ministrant:innen aus den Pfarrgemeinden feierten den Gottesdienst mit.

 

Unter den Mitfeiernden waren auch Vertreter der Ökumene und des interreligiösen Dialogs: Rudolf Sotz von der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Gallneukirchen sowie Gül Davut und Gül Rasit von der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Ebenfalls unter den Mitfeiernden: Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger, die am Ende der Feier eine Ansprache hielt. Den Gottesdienst feierten auch Stiftsdechant Werner Grad vom Stift St. Florian und Irmgard Sternbauer mit. Sternbauer leitet den diözesanen Fachbereich Pfarrseelsorger:innen und war davor viele Jahre lang als Pastoralassistentin, Pfarrassistentin und Dekanatsassistentin in Freistadt tätig.

 

Klangvolles Miteinander

 

Das Miteinander in der neuen Pfarre wurde auch bei der musikalischen Gestaltung des Festgottesdienstes hörbar: Ein Projektchor, bestehend aus etwa 130 Sänger:innen aus allen 15 Pfarrgemeinden, leitete den Gemeindegesang. An der Orgel musizierte Marlene Freudenthaler, Kantorin war Julia Matzinger.

 

Beim Festgottesdienst bekundeten die Ernannten vor Bischof Manfred Scheuer und der versammelten Feiergemeinde ihre Bereitschaft, die Pflichten dieser Ämter auf sich zu nehmen: So versprachen sie, die Pfarre Freistadt umsichtig zu leiten, in ihr die Grundvollzüge von Kirche lebendig zu halten, dafür zu sorgen, dass die frohe Botschaft des Evangeliums zeitgemäß verkündet wird, Arme und Bedrängte in die Mitte der Gemeinschaft zu stellen, an Freud und Leid der Menschen Anteil zu nehmen und mit Wertschätzung sowie im Dienst an der Einheit mit allen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden und pastoralen Orten zusammenzuarbeiten und dabei Bischof Scheuer gegenüber loyal zu sein.

 

Bischof Scheuer: Der Seele einen Raum geben

 

In seiner Predigt fragte Bischof Manfred Scheuer nach dem Wozu pfarrlicher und kirchlicher Arbeit. „Wozu ist das Ganze gut? Damit ihr anderen nützt, damit ihr sie aufbaut. Damit Gott gelobt wird und damit mehr Liebe, Freude und Gemeinschaft in die Welt kommt. Durch euer Wirken und durch eure Arbeit soll der Seele ein Raum gegeben werden. Die Seele nährt sich von dem, worüber sie sich freut.“ Wo ist mein Platz? Diese Frage würden auch Menschen in der neuen Pfarre stellen. Die Pfarrstrukturreform habe Rollen, Aufgaben, Ämter, Beziehungen und Machtverhältnisse neu geschrieben, so der Bischof. Nicht nur junge Menschen bräuchten einen Platz zum Leben, an dem sie sich gebraucht und willkommen erfahren würden. „Wo ist der Platz der Kirche? Sie steht an der Seite, manchmal steht sie daneben – im doppelten Sinn –, sie assistiert Menschen“, betonte Scheuer.

 

Christinnen und Christen in der Pfarre Freistadt seien „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Reich Gottes, Mitliebende Gottes in dieser Welt“, betonte Scheuer an die Mitfeiernden gewandt. Der Bischof dankte allen, die sich hauptamtlich und ehrenamtlich in vielfältiger Weise engagieren und die Pfarre Freistadt lebendig halten. „Wie viel von der Freundschaft mit Jesus und von der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft ist bei euch zu spüren!“, würdigte der Bischof dieses Engagement.

 

Feiern in Verbundenheit

 

Nach der Predigt sprachen Pfarrer Klemens Hofmann, Pastoralvorstand Wolfgang Roth und Verwaltungsvorstand Markus Woda mit der Feiergemeinde das Glaubensbekenntnis. Nun erklärte Bischof Manfred Scheuer die Rechtmäßigkeit des Amtsantritts. Vertreter:innen der Pfarrgemeinden und pastoralen Orte drückten dem Pfarrer und den beiden Pfarrvorständen per Handschlag ihre Verbundenheit und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit zum Wohl der ganzen Pfarre aus. Abschließend segnete Bischof Scheuer die Neubestellten für ihren Dienst.

 

Gelebtes Miteinander als Schatz in der Kirche und in der Region

 

Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger erinnerte an den Halt, den der Glaube in Zeiten wie diesen bieten könne. „Der Glaube schafft Räume, wo man zu sich kommen darf, zur Ruhe kommen darf, nachdenken darf.“ Wie auch in der Kirche gebe es in der Region einen großen Schatz: das gelebte Miteinander. Auch Vereine und das Ehrenamt würden Halt geben und in schwierigen Zeiten Haltung bewahren. Es brauche oft nicht viel, um das Miteinander zu stärken; jeder und jede könne dazu einen Beitrag leisten, betonte die Bezirkshauptfrau. „Ich wünsche dem Vorstand dieser Pfarre, dass Sie die Kraft haben, Haltung zu bewahren, dass Sie Energie und Ausdauer besitzen, um uns allen Halt zu geben. Und ich wünsche Ihnen Kreativität für den Erhalt des gelebten Miteinanders“, gab Wildberger dem Pfarrer und den Pfarrvorständen mit auf den Weg.

 

Mit Zuversicht, Klarheit und Gottvertrauen

 

Beim Gottesdienst formulierten Pfarrer Klemens Hofmann, Pastoralvorstand Wolfgang Roth und Verwaltungsvorstand Markus Woda ihren Dank und ihre Vision für die Zukunft der neuen Pfarre. Ausgangspunkt war der gemeinsame Leitsatz „Im Miteinander Zuversicht, Klarheit und Gottvertrauen anziehend ausstrahlen“. Zuversicht deshalb, „weil es gut werden wird“, so Wolfgang Roth. „Klarheit, weil uns Transparenz wichtig ist, und wir diesen Weg gemeinsam im Vorstand und mit der gesamten Pfarrbevölkerung auf Augenhöhe gehen wollen“, ergänzte Markus Woda. Pfarrer Klemens Hofmann: „Gottvertrauen, weil das alles nicht von uns abhängt. Eine Kirche, welche die Liebe Gottes ausstrahlt und Menschen anzieht. Dafür stehen wir, und dafür bitten wir um Gottes Segen für unsere Arbeit als Pfarrvorstand.“

 

Nach dem Gottesdienst waren alle Mitfeiernden eingeladen, das Fest bei einer Agape und guten Gesprächen ausklingen zu lassen.

 

https://www.dioezese-linz.at/freistadt

 

Die Pfarrstrukturreform

 

Das Umsetzungskonzept der Pfarrstrukturreform sieht 39 „Pfarren“ vor, die aus mehreren Pfarrteilgemeinden mit ihren historischen lokalen Rechtsträgern „Pfarrkirche“ und „Pfarrpfründe“ bestehen. Damit soll sowohl die Zusammengehörigkeit innerhalb des pastoralen Raumes einer Pfarre bewusst gemacht als auch die konkrete Beheimatung und Verantwortung in einer konkreten Gemeinschaft vor Ort zum Ausdruck gebracht werden. Die Pfarrteilgemeinden werden daher zwar eine weitgehende Selbstständigkeit (auch finanzieller Art) für ihren Bereich bewahren können, zugleich profitieren sie vom größeren Ganzen der Pfarre und der Zusammenarbeit der Seelsorgeverantwortlichen. Die gemeinsame Erarbeitung pastoraler Schwerpunkte in einem pfarrlichen Pastoralkonzept konkretisiert das Wirksamwerden von Kirche in Verkündigung, Gottesdienst, Diakonie und Gemeinschaft in der Pfarre und den Pfarrgemeinden.

 

Geleitet werden die Pfarren von jeweils einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit zwei Vorständ:innen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten (Pastoral- und Verwaltungsvorständ:innen). Wesentlich bleibt dabei weiterhin die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort in den Pfarrgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre. Erreichbarkeit, Seelsorge, Glaubenszeugnis und sozialer Einsatz sollen durch eine bessere Koordination und Aufgabenbeschreibung langfristig für alle Pfarrteilgemeinden sichergestellt werden.

 

Ziel der neuen Struktur ist es vor allem, einen unterstützenden Rahmen für eine inhaltliche, an der Botschaft Jesu orientierte Neuausrichtung der Christinnen und Christen zu schaffen, damit Kirche im Sinne des Evangeliums auch weiterhin nah bei den Menschen und wirksam in der Gesellschaft ist. Insgesamt befinden sich nun bereits 26 von 39 Dekanaten in der neuen Struktur als neue Pfarren.

www.dioezese-linz.at/zukunftsweg

 

Presseunterlagen zum Download

 

Pressemitteilung zum Download (doc/pdf)

 

Fotos der Amtseinführung zum Download (honorarfrei): Credit siehe jeweiliges Foto

 

© Pfarre Freistadt / Wolfgang Preissl

© Pfarre Freistadt / Maria Heine-Klug

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