Mittwoch 4. Februar 2026

Konsistorialrat P. Amand Kraml OSB verstorben

Mag. theol. Dr. phil. Pater Amand Kraml, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, langjähriger Direktor der Sternwarte, ist am 17. Jänner 2026 im 74. Lebensjahr verstorben.
 

Gerhard Kraml wurde am 2. Oktober 1952 in Waldkirchen am Wesen geboren. Die Volksschule besuchte er von 1958 bis 1960 in seinem Geburtsort und anschließend zwei Jahre in Kirchberg in Kremsmünster, von wo er 1963 an das Stiftsgymnasium wechselte. Nach der Matura trat er 1971 in das Stift ein und erhielt den Ordensnamen Amand. Er studierte ein Jahr Theologie an der Universität Salzburg, dann von 1973 bis 1977 an der Hochschule der Benediktiner Sant' Anselmo in Rom. Die Ewige Profess legte er am 18. August 1976 ab und wurde am 11. Juli 1977 in Kremsmünster zum Priester geweiht. 


P. Amand war von 1977 bis 1978 Kaplan in Weißkirchen. Anschließend setzte er seine akademische Ausbildung mit einem Lehramtsstudium für Biologie und Umweltkunde an der Universität Wien fort, wechselte aber 1980 ganz zur Biologie mit Hauptfach Botanik und Nebenfach Zoologie. 


Im Jahr 1987 wurde er zum zweiten Kustos der naturwissenschaftlichen Sammlungen der Sternwarte ernannt. Während dieser Zeit war er von 1988 bis 1990 auch als Präfekt im Internat tätig. Mit dem Jahr 1995 übernahm er das Amt des Direktors der Sternwarte in Nachfolge von P. Ansgar Rabenalt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Der Abschluss seines Doktorates im Jahr 2002 über die Flora von Kremsmünster und Umgebung mittels Feinrasterkartierung war für ihn ein besonders freudiges Ereignis.

 

Der Sternwarte widmete P. Amand seine volle Energie und investierte sein ganzes Herzblut in ihre wissenschaftlich korrekte Führung; eine optimale Präsentation der Objekte für die Besucher:innen war ihm ein großes Anliegen. Seine vielfältigen Aufgaben, bei denen ihn zwei Mitarbeiter unterstützten, umfassten unter anderem die tägliche Wetterbeobachtung, die Dokumentation aller Objekte der Sternwarte – mit seinem bevorzugten Projekt „Objekt des Monats“ – die Verwaltung der Sternwarte-Bibliothek samt Archiv, die Ausbesserung von zoologischen Präparaten, die Reparaturen physikalischer Geräte, die Betreuung des Seismographs und vieles mehr.


P. Amand war nicht nur wissenschaftlich sehr begabt und fachlich versiert, ebenso zeichneten ihn seine großen praktischen Talente aus. Bezeichnend für sein technisches Interesse war, dass er zu den „Informatikern der ersten Stunde“ gehörte. Viele Jahre hindurch hielt er Seminare im Fachbereich Biologie und Vorträge auf naturwissenschaftlichen und klösterlichen Symposien. Seine mannigfaltigen Publikationen und sein unermüdlicher Einsatz wurden mit dem Ehrentitel „Konsulent der Wissenschaft“ des Landes OÖ ausgezeichnet.

 

P. Amand war auch pastoral tätig. In besonderer Weise fühlte er sich seit vielen Jahren bis zu seinem Tod den Pfarren Steinerkirchen an der Traun und Fischlham verbunden. Er half dort an Sonn- und Feiertagen gerne aus, seine Predigten wurden sehr geschätzt.
Gesundheitlich hatte er in den vergangenen Jahren immer wieder mit einem schwachen Herzen zu kämpfen. Nicht nur einmal entkam er knapp dem Tod durch Herzversagen. Dennoch verstarb er völlig überraschend für alle.

 

KonsR P. Amand Kraml OSB

Konsistorialrat P. Amand Kraml ist am 17. Jänner 2026 im 74. Lebensjahr verstorben © Kirchenzeitung Diözese Linz, Josef Wallner

 

Für den Verstorbenen wird am Freitag, 23. Jänner 2026 um 19.00 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster gebetet.
Den Begräbnisgottesdienst wird am Samstag, 24. Jänner 2026 um 10.00 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster gefeiert, anschließend ist die Beisetzung im Klosterfriedhof des Stiftes.
Ab Freitag, 23. Jänner 2026, 13.00 Uhr, kann in der Stiftskirche vom Verstorbenen Abschied genommen werden.

 

Parte von P. Amand Kraml zum Download

 

 

Pressemitteilung zum Download (docx / pdf)

 

Foto von P. Amand Kraml OSB zum Download © Kirchenzeitung Diözese Linz, Josef Wallner (honorarfrei)

 

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