Donnerstag 5. Februar 2026

Amtseinführung von Pfarrer und Pfarrvorständ:innen in der neuen Pfarre Lambach-Haag

Am 18. Jänner 2026 wurden Pfarrer Johannes Blaschek, Pastoralvorstand Andreas Hagler, Verwaltungsvorständin Sonja Hummer in der Pfarrkirche Gaspoltshofen von Generalvikar Severin Lederhilger in ihr Amt eingeführt.

Nach Jahren intensiver Vorbereitung wurde mit 1. Jänner 2026 das Dekanat Gaspoltshofen als neue Pfarre Lambach-Haag kirchenrechtlich gegründet. Die neue Pfarre besteht aus den 15 Pfarrteilgemeinden Aichkirchen, Aistersheim, Altenhof am Hausruck, Bachmanning, Gaspoltshofen, Geboltskirchen, Haag am Hausruck, Lambach, Meggenhofen, Neukirchen bei Lambach, Offenhausen, Pennewang, Stadl-Paura, Steinerkirchen am Innbach und Weibern. Geleitet wird sie von Pfarrer KonsR Mag. Johannes Blaschek, Pastoralvorstand Dipl.-PAss. Andreas Hagler und Verwaltungsvorständin Sonja Hummer, BSc. Wesentlich bleiben bzw. weiter intensiviert werden die Zusammenarbeit bzw. die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen, Seelsorger:innen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen vor Ort in den Pfarrteilgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre.

 

Den Festgottesdienst zur Amtseinführung von Pfarrer und Pfarrvorständ:innen feierte mit der Gemeinde Generalvikar Severin Lederhilger gemeinsam mit Priestern, Diakonen, den hauptamtlichen Seelsorger:innen und den Seelsorgeteams aus den 15 Pfarrgemeinden am 18. Jänner 2026 um 10 Uhr in der Pfarrkirche Gaspoltshofen. Gekommen waren Vertreter:innen der Pfarrteilgemeinden und der pastoralen Orte sowie zahlreiche Pfarrmitglieder der neuen Pfarre Lambach-Haag. Ebenfalls unter den Mitfeiernden: Bezirkshauptmann Christoph Schweizer, der am Ende der Feier eine Ansprache hielt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom „Boundless-Chor“.

 

Beim Festgottesdienst bekundeten die Ernannten vor Generalvikar Severin Lederhilger und der versammelten Feiergemeinde ihre Bereitschaft, die Pflichten dieser Ämter auf sich zu nehmen: So versprachen sie, die Pfarre Lambach-Haag umsichtig zu leiten, in ihr die Grundvollzüge von Kirche lebendig zu halten, dafür zu sorgen, dass die frohe Botschaft des Evangeliums zeitgemäß verkündet wird, Arme und Bedrängte in die Mitte der Gemeinschaft zu stellen, an Freud und Leid der Menschen Anteil zu nehmen und mit Wertschätzung sowie im Dienst an der Einheit mit allen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden und pastoralen Orten zusammenzuarbeiten und dabei Bischof Scheuer gegenüber loyal zu sein.

 

Generalvikar Lederhilger: Das Evangelium von Gerechtigkeit, Liebe und Frieden in den Alltag übersetzen

 

In seiner Predigt ermutigte Generalvikar Severin Lederhilger zu einem engagierten Miteinander aller Christ:innen in der Pfarre Lambach-Haag. Alle Getauften sollten sich darum bemühen, den Menschen in den Pfarrgemeinden die gute Nachricht von Jesu Evangelium glaubhaft zu vermitteln: „das Evangelium von Gerechtigkeit, Liebe und Frieden, das in den Alltag unserer Zeit zu übersetzen ist“, so Lederhilger. Die neuen Ämter und Strukturen stünden im Dienst dieser Verkündigung des Glaubens und der Erlebbarkeit von Kirche. Lederhilger wörtlich: „Es ist unsere ureigenste Aufgabe als Christ:innen, die Gegenwart Gottes unter uns zu entdecken und andere darauf aufmerksam zu machen. Es gilt also für alle, im Alltag das Wirken Gottes aufzuspüren und davon zu reden.“ Christ:innen seien gerufen, Gottes Erlösungsgeschichte in der Welt weiterzuschreiben, so Lederhilger. Es gehe darum, manches im Leben etwas anders, nämlich im Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu sehen und zu deuten – und daran Freude zu haben.

 

In der neuen Pfarre Lambach-Haag und ihren Pfarrteilgemeinden werde nun mit der Amtseinführung ein erstes Kapitel der Pfarrchronik aufgeschlagen. Der Generalvikar bedankte sich – auch im Namen von Bischof Manfred Scheuer – für die Bereitschaft zum Engagement während der Vorbereitungszeit, bat alle Gläubigen der neuen Pfarre um ihre Unterstützung und ihr Mitgehen auf dem neuen Weg und wünschte Gottes Segen für das Kommende. „Ich bin mir sicher, dass ihr euer kirchliches Christsein weiterhin mit viel Kreativität, Kompetenz, Glaubenskraft und Einsatzfreude lebt“, so Lederhilger zu den Mitfeiernden.

 

Feiern in Verbundenheit

 

Nach der Predigt beteten Pfarrer Johannes Blaschek, Pastoralvorstand Andreas Hagler und Verwaltungsvorständin Sonja Hummer vor Generalvikar Lederhilger und der Feiergemeinde das Glaubensbekenntnis. Nun erklärte Generalvikar Lederhilger die Rechtmäßigkeit des Amtsantritts. Vertreter:innen der Pfarrgemeinden und pastoralen Orte drückten dem Pfarrer und den beiden Pfarrvorständ:innen per Handschlag ihre Verbundenheit und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit zum Wohl der ganzen Pfarre aus. Abschließend segnete Generalvikar Lederhilger die Neubestellten für ihren Dienst.

 

Den Blick auf das Gemeinsame richten

 

Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer freute sich, die Amtseinführung mitfeiern zu dürfen. Dies sehe er auch als Zeichen, „dass wir die bisherige sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Pfarrgemeinden und den Gebietsgemeinden auch in Zukunft weiterführen“, so Schweitzer. Wenn sich ein Pfarrvorstand mit der gesamten Pfarrbevölkerung auf den Weg mache, um unter dem großen Dach der katholischen Kirche ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zu beginnen, „dann kann Gutes gelingen, wenn in diesem Prozess der Blick auf das Gemeinsame gerichtet ist – und wenn unter Wahrnehmung der gemeinsamen Verantwortung versucht wird, zukunftsfit zu werden“, ermutigte der Bezirkshauptmann die Anwesenden.

 

Schweitzer unterstrich auch die Bedeutung der Gemeinschaft in den einzelnen Pfarrgemeinden. Für die Kirche müsse, wie für viele andere Institutionen, das „Grundprinzip der Regionalität“ gelten. Die Begründung neuer Strukturen sei aufwendig, das neue Miteinander erfordere „viel Rücksicht und Verständnis“, schilderte der Bezirkshauptmann eigene Erfahrungen. Jede strukturelle Veränderung löse Unsicherheit aus, weil etablierte Wege verlassen und neue Beziehungen aufgebaut werden müssten. „Seien wir offen für Neuerungen, denn jede Veränderung bietet immer auch eine große Chance“, appellierte Schweitzer an die Anwesenden und sicherte gleichzeitig die Unterstützung durch die Bürgermeister:innen zu. „Schaut aufeinander, nehmt die Zukunft gemeinsam in die Hand und geht miteinander im Glauben voran“, gab der Bezirkshauptmann der neuen Pfarre Lambach-Haag mit auf den Weg.

 

Mit Freude und Mut gemeinsam in die Zukunft gehen

 

Am Ende des Gottesdienstes formulierten Pfarrer Johannes Blaschek und Pastoralvorstand Andreas Hagler ihren Dank. Pfarrer Johannes Blaschek dankte dem Kernteam, das in den vergangenen eineinhalb Jahren den Umstellungsprozess mit vorbereitet hat, sowie jenen Personen, die den Prozess von diözesaner Seite begleitet haben. Er bedankte sich auch bei Ingrid Mair, die seit 2009 die Dekanatsleitung als Sekretärin unterstützt hat, sowie bei allen, die beim Büroumbau mitgeholfen haben. Sein Dank galt ebenso all jenen, die sich bereit erklärt haben, in den Seelsorgeteams Leitungsverantwortung in den Pfarrgemeinden zu übernehmen.

 

Pastoralvorstand Andreas Hagler betonte im Rückblick, dass in eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit vieles an Beziehungen und Strukturen gewachsen sei. Im Prozess sei auch der Visionssatz der Pfarre entstanden. Zentraler Gedanke darin: Alle Menschen im Pfarrgebiet sollen sich willkommen und angenommen fühlen, die Pfarrgemeinden sollen in ihrer Lebendigkeit und Vielfalt gestärkt werden. Hagler zu den Mitfeiernden: „Die Kirche und unser Glaube sollen im Hier und Jetzt lebbar und erfahrbar werden. Durch unseren Dienst wollen wir Brücken bauen – zueinander und zwischen uns und Gott. Voller Dankbarkeit und mit Freude und Mut wollen wir mit euch gemeinsam in die Zukunft gehen.“

Verwaltungsvorständin Sonja Hummer lud abschließend alle Mitfeiernden zur gemeinsamen Agape und zur Besichtigung der Räumlichkeiten des neuen Pfarrbüros ein.

 

https://www.dioezese-linz.at/lambach-haag

 

Die Pfarrstrukturreform

 

Das Umsetzungskonzept der Pfarrstrukturreform sieht 39 „Pfarren“ vor, die aus mehreren Pfarrteilgemeinden mit ihren historischen lokalen Rechtsträgern „Pfarrkirche“ und „Pfarrpfründe“ bestehen. Damit soll sowohl die Zusammengehörigkeit innerhalb des pastoralen Raumes einer Pfarre bewusst gemacht als auch die konkrete Beheimatung und Verantwortung in einer konkreten Gemeinschaft vor Ort zum Ausdruck gebracht werden. Die Pfarrteilgemeinden werden daher zwar eine weitgehende Selbstständigkeit (auch finanzieller Art) für ihren Bereich bewahren können, zugleich profitieren sie vom größeren Ganzen der Pfarre und der Zusammenarbeit der Seelsorgeverantwortlichen. Die gemeinsame Erarbeitung pastoraler Schwerpunkte in einem pfarrlichen Pastoralkonzept konkretisiert das Wirksamwerden von Kirche in Verkündigung, Gottesdienst, Diakonie und Gemeinschaft in der Pfarre und den Pfarrgemeinden.

 

Geleitet werden die Pfarren von jeweils einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit zwei Vorständ:innen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten (Pastoral- und Verwaltungsvorständ:innen). Wesentlich bleibt dabei weiterhin die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort in den Pfarrgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre. Erreichbarkeit, Seelsorge, Glaubenszeugnis und sozialer Einsatz sollen durch eine bessere Koordination und Aufgabenbeschreibung langfristig für alle Pfarrteilgemeinden sichergestellt werden.

 

Ziel der neuen Struktur ist es vor allem, einen unterstützenden Rahmen für eine inhaltliche, an der Botschaft Jesu orientierte Neuausrichtung der Christinnen und Christen zu schaffen, damit Kirche im Sinne des Evangeliums auch weiterhin nah bei den Menschen und wirksam in der Gesellschaft ist. Insgesamt befinden sich nun bereits 26 von 39 Dekanaten in der neuen Struktur als neue Pfarren.

 

www.dioezese-linz.at/zukunftsweg

 

Presseunterlagen zum Download 

 

Pressemitteilung zum Download (doc/pdf)

 

Fotos der Amtseinführung zum Download (honorarfrei): © Pfarre Lambach-Haag / Markus Eckerstorfer

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