Katholische Aktion: Pilgern als Impuls für Zusammenhalt
„Pilgerwege verbinden Menschen über Grenzen hinweg, wörtlich und im übertragenen Sinn. Angesichts von Polarisierung, Klimakrise und sozialer Spaltung wird das gemeinsame Gehen zum Symbol für eine Gesellschaft, die Brücken baut statt Mauern, Zäune abreißt und gemeinsame Tische verlängert“, betont KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder. Das weite und breite Netz der Katholische Aktion Österreich mit den Gliederungen und verschiedenen Initiativen versteht sich selber als ‚Pilgerin im Jetzt‘.
Kaineder weiß von seinen vielen Pilgerungen über Jahre: „Das Pilgern gibt Identität von innen her und führt dazu, die Welt immer wieder neu zu sehen. Das ermöglicht ein neues und ungeschminktes Weltanschauen. Wer mit der inneren Haltung des „geöffnet“ unterwegs ist, wird die liebevolle, achtsame und vielfältige Gastfreundschaft erleben, immer wieder auf Menschen stoßen, die unterstützend und füreinander sorgend das Leben gestalten. Genau diese Haltung einer fairen und achtsamen Sorge füreinander braucht die Welt mehr denn je“.

„Langsames Unterwegssein schafft Raum für Begegnung, Reflexion und Solidarität“, weiß KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder aus persönlicher Erfahrung. © KAÖ
„Am Weltpilgertag will die Katholische Aktion auch an die Millionen Menschen auf der Flucht erinnern, für die das Unterwegssein keine Wahl, sondern Überlebensnotwendigkeit ist. Pilgern wird so zur Mahnung: Gerechtigkeit, Fairness und Gastfreundschaft müssen im Mittelpunkt stehen. Gerade die Begegnungen am Weg mit dem Fremden in der Fremde öffnet Menschen immer wieder auch für spirituelle Erfahrungen, ja für Gotteserfahrungen. ‚Pilgern im Jetzt‘ stärkt den Körper, schärft Sinne und Geist und macht fähig, im Fremden Christus zu erkennen.“
In Österreich laden beispielsweise über 100 Pilgerrouten mit 30.000 km Länge ein, diese Erfahrung zu teilen. Kaineder ermutigt die Menschen zum pilgernden Gehen: „Pilgern ist niedrigschwellig, inklusiv und generationsübergreifend“.








