„Kommt, lasst euch stärken!“: Weltgebetstag am 6. März 2026
Der Weltgebetstag verbindet Frauen aus verschiedenen Kirchen, Kulturen und Traditionen in aller Welt. Jeden ersten Freitag im März wird er von Menschen in mehr als 170 Ländern 24 Stunden lang gefeiert. Die Liturgie für den Weltgebetstag 2026 kommt aus dem westafrikanischen Nigeria. Er trägt den Titel: „Kommt – Lasst euch stärken!“, einer Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken" (Mt 11,28).
Mit über 230 Millionen Einwohnerinnen ist das westafrikanische Land nicht nur das bevölkerungsreichste, sondern auch die größte Volkswirtschaft des Kontinents. Reich gesegnet mit Naturschätzen wie Öl, Erdgas und Gold, steht Nigeria dennoch vor enormen Herausforderungen: Eine Inflationsrate von 30 %, explodierende Preise für Nahrungsmittel und Alltagsgüter sowie eine Wirtschaft, die von wenigen kontrolliert wird, während die Mehrheit der Bevölkerung in Armut lebt. Besonders junge Menschen sehen keine Zukunftsperspektiven, was zu einem Exodus der Mittelklasse führt – ein Land im Abwärtstrend.
Gleichzeitig gilt Nigeria als kulturelle und politische Impulsgeberin, wie die WGT-Bewegung betonte. Die Filmindustrie Nollywood genießt internationale Anerkennung, mit Ngozi Okonjo-Iweala stellt das Land die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation. Auch im Umweltbereich engagiert sich Nigeria unter anderem für erneuerbare Energien und das Projekt „Great Green Wall".
Der Weltgebetstag 2026 lädt uns ein, die Stärke und Widerstandsfähigkeit der nigerianischen Frauen zu würdigen, ihre Geschichten zu hören und gemeinsam für eine bessere Zukunft zu beten. Mögen sie – und wir alle – Stärke und Hoffnung in Christus finden.

Die nigerianische Künstlerin Gift Amarachi Ottah zeigt uns in einer graphisch und farblich prägnanten Darstellung die Gesamtproblematik des größten westafrikanischen Staates. © www.weltgebetstag.at / Gift Amarachi Ottah.
Mit dem eigens für den Weltgebetstag 2026 geschaffene Bild mit dem Titel „Ruhe für die Erschöpften" möchte die nigerianische Künstlerin Gift Amarachi Ottah vor allem auf die tägliche Realität nigerianischer Frauen auf dem Land hinweisen. Ihr Leben ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von endloser Arbeit geprägt.
Spenden zugunsten von 14 Frauenprojekten
Der Weltgebetstag ist die weltweit größte und älteste ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Seit über 70 Jahren wird er in Österreich ökumenisch vorbereitet und in rund 400 Gemeinden gefeiert. Die Kollekte, die dabei gesammelt wird, kommt 14 Frauen- und Mädchenprojekten in acht verschiedenen Ländern zugute, wie die Initiative mitteilte. Drei Projekte werden in Nigeria umgesetzt, unter anderem das Projekt „Gerechtigkeit und Heilung" der bekannten nigerianischen Friedensaktivistin Rebecca Dali. Das Projekt wird in einer Region umgesetzt, in der Mädchen und junge Frauen Opfer von Gewalt durch die Terrorgruppe Boko Haram wurden. Umgesetzt wird es durch das Center for Caring, Empowerment and Peace Initiative (CCEPI), das von Dali gegründet und geleitet wird.
Gottesdienste in Oberösterreich
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