Donnerstag 14. Dezember 2017

Mariä Himmelfahrt: Schiffsprozessionen auf österreichischen Seen

Schiff auf dem See

Im Zeichen von Festgottesdiensten und Prozessionen steht am Dienstag, 15. August 2017 das "Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel", das höchste Marienfest der katholischen Kirche.

Das Hochfest wird volkstümlich "Mariä Himmelfahrt" genannt. Eine Besonderheit sind in Österreich die traditionellen Schiffsprozessionen auf dem Wörther- und Bodensee, zu denen tausende Gläubige erwartet werden.

 

Erstmals gibt es bei der diesjährigen Prozession am Wörthersee unter der Leitung von Bischof Alois Schwarz ein eigenes Schiff der "Jungen Kirche Kärnten", kündigte die Diözese Gurk in einer Aussendung an. Auf der "MS Kärnten" wird die Wallfahrt von der Katholischen Jugend und der Katolika Mladina in Kooperation mit den kirchlichen Apostolatsgruppen "Cursillo", der "Charismatischen Erneuerung", der "Loretto-Bewegung" und dem "Oratorio"-Team der Pfarre Ebendorf/Dobrla vas unter dem Motto "Worship" mit modernen geistlichen Liedern und Gebeten gestaltet.

 

Für Diözesanjugendseelsorger Gerhard Simonitti, der die Idee zum "Jugendschiff" hatte und an Bord auch für Aussprache und Beichtgelegenheit zur Verfügung stehen wird, sei es besonders wichtig, "dass Jugendliche sich in der Kirche willkommen und beheimatet fühlen". Mit der neuen Initiative wolle die "Junge Kirche", so Simonitti, den Jugendlichen zeigen, "dass sie auch bei traditionellen Veranstaltungen wie der Schiffsprozession willkommen sind und vor allem auch einen Platz haben, um ihre Spiritualität zu leben und zu präsentieren".

Organisiert wird die mittlerweile 63. Marienschiffsprozession bereits traditionell von der Klagenfurter Stadtpfarre St. Josef-Siebenhügel. Die festlichen Kurzansprachen bei den Anlegestellen hält dieses Jahr Bischof Schwarz.

 

Bei den Anlegestellen wird auch in diesem Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. In Maria Wörth erfolgt mit der Erneuerung der Weihe an die Gottesmutter durch Bischof Schwarz und dem abschließenden Feuerwerk der Höhepunkt der Schiffsprozession. Die Rückkehr nach Klagenfurt ist für etwa 24 Uhr geplant.

 

Die Tradition der Schiffsprozession auf dem Wörthersee reicht zurück bis in das Jahr 1954. Damals kam aus dem portugiesischen Wallfahrtsort Fatima eine Marienstatue für die Pfarrkirche St. Josef-Siebenhügel nach Klagenfurt. Um die Statue festlich in die Stadt zu geleiten, kam man auf die Idee, sie per Schiff von Velden zum Klagenfurter Ufer zu bringen. Im Laufe der Jahre haben sich die größeren Orte rund um den See an dieser Prozession beteiligt.

 

 

Dreiländer-Wallfahrt auf dem Bodensee

 

Im "Dreiländereck" auf dem Bodensee beten am Hochfest Mariä Himmelfahrt rund 4.000 Pilger für ein friedliches Miteinander in Europa, kündigte die Diözese Feldkirch in einer Aussendung an. Traditionell treffen sich zum Marienfest die Prozessionsschiffe aus Rohrschach, Lindau und Bregenz, um für die Idee des vereinten Europas und seine christliche Wurzeln ein sichtbares Zeichen zu setzen, heißt es in einer Ankündigung.

 

Die Prozession steht heuer unter dem Motto "100 Jahre Fatima" und wird bereits zum 36. Mal durchgeführt. Sie beginnt mit einem Gottesdienst in der Kapuzinerkirche in Bregenz und endet mit der Weihe Europas an das Unbefleckte Herz Mariens, dem Eucharistischen Segen über die Länder Europas durch den Augsburger Weihbischof Florian Wörner und einem Feuerwerk.

 

Die "Alpenstadt Bludenz" sticht als Jugendschiff ebenfalls um 20 Uhr in See. Begleitet werden die Jugendlichen von Pater Johann Fenninger.

 

 

Tausende Pilger in Mariazell erwartet

 

Tausende Pilger werden am Marienfeiertag auch im österreichischen Nationalheiligtum Mariazell in der Steiermark erwartet. Den Festgottesdienst um 10 Uhr in der Mariazeller Basilika wird Altabt Otto Strohmaier von Stift St. Lambrecht zelebrieren. Bereits am Vorabend, 14. August, wird in Mariazell um 20.30 Uhr eine große Lichterprozession durch die Stadt abgehalten.

 

Im Wiener Stephansdom zelebriert Weihbischof Helmut Krätzl um 9.30 Uhr den Festgottesdienst. Domchor und Domorchester gestalten den Gottesdienst musikalisch u.a. mit der Messe in B-Dur von Franz Schubert.

 

Kardinal Christoph Schönborn wird am 15. August die Hl. Messe um 11 Uhr in Klein-Mariazell zelebrieren. Zu diesem Anlass wird die lateinische "Missa in lingua vera" ("Messe in wahrer Sprache") von Dieter Bartl uraufgeführt.

 

 

Fest seit 5. Jahrhundert bezeugt

 

Der "Tag der Gottesmutter Maria" ist bereits für die Mitte des 5. Jahrhunderts bezeugt. Die östliche und die westliche Kirchentradition setzten später unterschiedliche Akzente: Die ostkirchliche Theologie spricht von der "Entschlafung" (dormitio) Mariens, die westkirchliche von der "Aufnahme in den Himmel" (assumptio). Papst Pius XII. (1939-1958) erklärte im Jahr 1950 - nach einer Befragung aller Bischöfe der katholischen Weltkirche - die "leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel" als bislang letztes katholisches Dogma. Der Pacelli-Papst hatte damit eine seit vielen Jahrhunderten von Theologie und Volksfrömmigkeit bezeugte Glaubenslehre feierlich proklamiert.

 

In Liturgie, Theologie und Volksfrömmigkeit wird Maria am 15. August einerseits als "Mutter" dargestellt - Mutter Jesu und Mutter der Menschen -, andererseits aber auch als "Urbild des Glaubens" und "Vorbild der Kirche".

 

Aus den Legenden um die Gottesmutter haben sich einige Bräuche entwickelt, die heute noch lebendig sind. Der alte Brauch der Kräutersegnungen am 15. August geht auf den Kirchenvater Johannes von Damaskus zurück, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte. Seiner Erzählung nach ist dem Grab Mariens in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entstiegen. Eine andere Legende erzählt, dass die Apostel das Grab Mariens noch einmal öffnen ließen. Dabei fanden sie nicht mehr den Leichnam, sondern Blumen vor. Nach der Segnung der Kräuter am 15. August werden diese im Haus, oft in Form von Kräuter-Sträußen, aufbewahrt.

 

Kathpress

 

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