Mittwoch 19. Dezember 2018

Asylquartiere: Bischofskonferenz-Generalsekretär gegen Vorwurf von "leeren Klöstern"

Kloster

Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka hat erneut betont, dass die katholische Kirche ihre Hilfe für Flüchtlinge in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt hat und diese auch weiterhin ausbauen will. 

Gleichzeitig versuchte er am Sonntag, 2. August 2015 im Interview mit dem ORF-Radio, zuletzt immer wieder vorgebrachte pauschale Vorwürfe zu entkräften, wonach Klöster und Pfarrhöfe leerstehen, während Flüchtlinge kein Dach über dem Kopf haben.

Auch wenn ein Stift oder Kloster äußerlich groß erscheine, seien diese aus verschiedenen Gründen oft nicht geeignet, um Menschen unterzubringen, erklärte Schipka im Ö1-Journal. Man müsse beispielsweise an die notwendigen, oft nicht ausreichend vorhandenen Sanitäreinrichtungen denken. Wirklich leerstehende kirchliche Gebäude seien zudem oft "nicht so gewartet": "Manche sind einfach zu feucht, als dass man Menschen dort hineintun kann."

Kirchliche Immobilien würden genutzt, auch wenn gerade niemand darin wohne. Oft seien sie auch vermietet, um die Erhaltung der Gebäude zu ermöglichen. "Die Orden können sich das nicht leisten, in aller Regel, dass sie Gebäude leerstehen lassen, sondern sie müssen sie einer Nutzung zuführen."

Bei so manchen Gebäuden, die die Kirche zur Nutzung als Flüchtlingsquartiere angeboten hat, sei deren Nutzung an behördlichen Vorschriften - etwa zum Brandschutz oder aus Widmungsfragen - gescheitert. Ein Thema, bei dem Schipka aber bereits vor wenigen Tagen in einem Kathpress-Interview Fortschritte auf politischer Ebene geortet hatte.

Kathpress

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