Neu im Kino: „Mit ganzer Kraft”
Inhalt
Julien (Fabien Héraud) ist 17 und träumt wie die meisten Teenager von aufregenden Abenteuern. Was ihn davon abhalten sollte? Auf keinen Fall die Tatsache, dass er von Geburt an behindert ist und im Rollstuhl sitzt. Um das schwierige Verhältnis zu seinem unnahbaren, arbeitslosen Vater Paul (Jacques Gamblin) zu kitten, schlägt er ihm die gemeinsame Teilnahme an einem Triathlon vor. Obwohl Paul früher Hobby-Leichtathlet war, tut er Juliens Plan als Schnapsidee ab. Womit er allerdings nicht rechnet, ist die Hartnäckigkeit seines Sohnes. Selbst Claire (Alexandra Lamy), Pauls Frau, unterstützt ihren Sohn mit Leibeskräften, obwohl sie anfänglich Bedenken hat und immer noch dazu neigt, ihn wie eine Glucke übermäßig zu umsorgen. Projekt Ironman wird zur größten Herausforderung ihres Lebens, vor allem natürlich in sportlicher Hinsicht, doch beim Countdown bis zum Tag X stellt sich auch etwas ein, was alle in dieser zerrütteten Familie unwiderruflich verloren geglaubt hatten: Liebe, Verständnis und Zusammenhalt…
Mit seinem zweiten Spielfilm MIT GANZER KRAFT präsentiert Nils Tavernier eine außergewöhnliche Geschichte über ein besonderes Vater-Sohn-Verhältnis, das inspiriert ist von wahren Begebenheiten. Eine in großen Bildern erzählte Story vom Erwachsenwerden, von Liebe und Vertrauen, die einen bis zum bewegenden Finale und lange danach nicht mehr loslässt.
Ein Film, nach dessen Sichtung man am Liebsten die ganze Welt umarmen möchte!
Am Wort: Regisseur und Drehbuchautor Nils Tavernier
Wie's zum Projekt kam...
Ich interessiere mich seit rund 20 Jahren für Kinder und ihre Krankheiten, und ich hatte gerade zwei Jahre in der neurologischen Abteilung des Pariser Hôpital Necker zugebracht, um dort einen Dokumentarfilm zu drehen. Da gab es Kinder, die so ganz anders waren als andere Kinder, deren Schicksal mir zu Herzen ging. Und die mir klar machten, dass Kinder mit schwersten Erkrankungen trotzdem einen unbändigen Lebenswillen haben, der alle in ihrem Umfeld ansteckt, nicht nur ihre Familie, sondern auch mich. Irgendwann bekam ich Lust, eine Geschichte zu erzählen, die dieses Thema behandelt, mit Figuren, die weder außergewöhnlich noch banal sind, sondern Menschen, mit denen wir uns mühelos identifizieren können, und die sich unter dem Einfluss eines Kindes als ganz besondere Figuren entpuppen. Ich wollte einen Film drehen, dessen Held zwar behindert ist, dessen Krankheit man aber schnell vergisst. Man schaut ihn an und stellt fest, der ist anders, aber sobald man sein Anderssein akzeptiert hat, fällt einem seine Behinderung nicht weiter auf, weil er so viel Energie ausstrahlt. Ich finde das wunderbar.
Und wer noch mehr wissen will, findet auf der Film-Facebook-Seite ein Making of und weiteres Hintergrundwissen zum Film.
Quellenangabe:
polyband: Mit ganzer Kraft. URL: mitganzerkraft.de
(sp)


