„Jägerstätter” – vielschichtige Lebens- und Liebesgeschichte
Franz Jägerstätter war ein einfacher Bauer, der durch seine Haltung die Welt verändert hat. Auch beim Zweiten Vatikanischen Konzil fanden seine Überzeugungen zum Gewissen ihren Platz (GS 79).
Schauspieler und Haag-Intendant Gregor Bloeb: „Das Stück von Felix Mitterer ist eine große Liebesgeschichte geworden. Eigentlich müsste auch Franziska Jägerstätter selig gesprochen werden, für das was sie mitgemacht hat.” Auch die Darstellerin von Franziska Jägerstätter Gerti Drassl sagt: „Die Figur Franziska ist so mächtig und berührend und hat dieselbe Klarheit wie Franz. Ich habe die Briefe gelesen und in mir drinnen ist etwas passiert. Ich bin ja selber Mutter und Ehefrau. Liebe ist heute sehr inflationär, aber das ist eine sehr große Liebe.”

Der Autor Felix Mitterer betonte bei der Pressekonferenz: „Franz Jägerstätter hat uns auch heute noch viel zu sagen, zum Beispiel, dass man hin und wieder Nein sagt, statt Ja.Er war ein Mensch, der wirklich existiert hat und dessen Ehefrau noch lebt. Pfarrer Steinkellner hat mir gesagt, man kann und soll Franz Jägerstätter auch um Hilfe bitten. Dies habe ich auch getan.”
Mitterer dankte der Jägerstätter-Biografin Erna Putz, die den gesamten Briefwechsel von Franz und Franziska herausgab. Mitterer habe Franziska besucht und mit ihr geredet. Sie erzählte, dass sie 1971 vom Axel Corti Film sehr beeindruckt war, obwohl ihr die Geschichte zu trist gewesen sei. Sie beide seien lebensfrohe Menschen. Gregor Bloeb jedoch sei der richtige Schauspieler, ist sie überzeugt. Sie freute sich über ein Foto, auf dem er auf einem Motorrad zu sehen ist. Das erinnere sie an Franz.
Quellenangabe:
Elisabeth Jungmeier (gec)


