Mittwoch 11. Februar 2026

Glaube Hoffnung Liebe

Horváths "Totentanz in fünf Bildern" präsentiert sich von 19. Februar bis 24. März 2015 den Besuchern der Tribüne Linz.

Elisabeth steht ganz alleine da und kämpft darum, in einem menschenwürdigen Leben Fuß zu fassen. Doch sie hat kein Geld und ohne Geld bekommt sie keinen Gewerbeschein und ohne Gewerbeschein keine Arbeit. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und glaubt hoffnungsfroh an ihre Zukunft.

 

Julia Frisch und Eugen Victor


Sie trifft auf einen tierliebenden Beamten, der sich menschlich zeigt und ihr Geld für den Gewerbeschein borgt, das sie aber dazu verwendet, eine Strafe für das Handeln ohne Gewerbeschein zu bezahlen. Eine kleine Notlüge mit fatalen Folgen…

 

Ohne Glaube, Hoffnung, Liebe

 

Im Grunde wollen alle schließlich nur eines: authentisch leben, aber es wird manchmal so schwer gemacht. Knallhart und mit der unaufgesetzten Komik des Absurden schält sich aus dem Spiel der Figuren der Zustand einer Gesellschaft, die auf Toleranz, Solidarität und Mitmenschlichkeit verzichtet. Und so widerfährt auch Elisabeth keine Gerechtigkeit, denn die Richter (auch die selbsternannten), sie richten und richten und richten alles zugrunde, den Glauben, die Liebe, die Hoffnung.

 

Brisante Entstehungszeit 

 

Horváth selbst schreibt in einer Notiz zu seinem Drama, dass "jedes seiner Stücke 'Glaube Liebe Hoffnung' heißen könne" - entstanden ist das Werk übrigens zwischen den beiden Weltkriegen (um 1932), eine brisante Zeit mit Massenarbeitslosigkeit, Radikalität und "kleinen Leuten", die vom großen System zermalmt wurden. Und so griff Horváth die Geschichte eines jungen Münchner Gerichtsreporters auf, Fälle der kleinen Menschen aufzuzeigen, die sich aus Not verschuldeten und sodann mit harten Strafen auf die schiefe Bahn gerieten, was einem Ehrverlust in der Gesellschaft gleich kam. 

 

THEATER KOMPAKT:

Alle Termine und Beginnzeiten sind auf der Tribüne-Produktionsseite angegeben - Premiere ist am 19. Februar 2015.

Die Kartenbestellung ist online, telefonisch (0699/11399844) oder per E-Mail möglich.

 

Quellenangabe:

Tribüne Linz: GLAUBE LIEBE HOFFNUNG. URL: http://www.tribuene-linz.at/glaube-liebe-hoffnung.html [Stand: 02/2015]

 

(sp)

Das Theater darf nicht danach beurteilt werden,

ob es die Gewohnheiten seines Publikums befriedigt,

sondern danach, ob es sie zu ändern vermag.

(Bert Brecht)

Jägerstätter auf der Bühne

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