Dienstag 10. Februar 2026

Berlinale auf spirituellen Pfaden!

Bei der am 5. Februar 2015 beginnenden Berlinale sind diesmal Themen zu Kirche, Religion und Spiritualität prominent vertreten. Österreich ist bei den 65. Filmfestspielen mit sieben Filmen vertreten.

Karl Markovics (Drehbuch und Regie) "Superwelt" beschreibt das Leben einer Supermarktkassierin, die aus dem Alltag und ihrer Ehe durch plötzliche Erscheinungen biblischer Motive herausgerissen wird und mit Gott sprechen kann. 

 

In der Hauptrolle agiert Burgtheater-Mimin Ulrike Beimpold, als ihr Ehemann im Film tritt Rainer Wöss vor die Kamera. Der von epo-film hergestellte Streifen wurde an 35 Drehtagen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland gedreht, fertiggestellt wurde er erst im Jänner 2015. Und wie heißt's über den Film so schön: "Frau trifft Gott, Frau verliert Gott, Frau findet Gott wieder."

 

Filmstill aus „Superwelt” von Karl Markovic. © epofilm

 

Eröffnet wird der Filmreigen mit der Weltpremiere "Nobody Wants the Night" der spanischen Filmregisseurin Isabel Coixet mit der französischen Oscarpreisträgerin Juliette Binoche.

Bis zum 15. Februar 2015 kommen 441 Filme in unterschiedlichen Sektionen zur Aufführung. Die Preisverleihungen finden am 14. Februar statt. Neben dem Goldenen und den Silbernen Bären sowie weiteren offiziellen Auszeichnungen in den unterschiedlichen Sektionen gibt es mehrere unabhängige Jurys, die Filme auszeichnen - darunter die Preise der Ökumenischen Jury.

 

Seit 1992 sind die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirche - Interfilm und Signis - durch diese gemeinsame Jury vertreten. Sie vergibt ihren Hauptpreis für einen Film aus dem offiziellen Wettbewerb sowie je einen Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 2.500 Euro, für einen Erstlingsfilm aus der Sektion des Panorama und einen Film aus dem Programm des Internationalen Forums des Jungen Films.

 

Filme über Missbrauch, Ahnenkult, Engel

 

Deutschland ist mit fünf Regiearbeiten vertreten. Dazu gehört auch das psychologische Drama "Every Thing Will Be Fine" des deutschen Starregisseurs Wim Wenders, der 1985 mit "Paris, Texas" eine kirchliche Auszeichnung erhielt. Ein möglicher Kandidat in diesem Jahr für den Preis der Ökumenischen Jury könnte der Beitrag "El Club" des mehrfach ausgezeichneten chilenischen Regisseurs Pablo Larrain sein. Er befasst sich mit dem heiklen Thema des sexuellen Missbrauchs in der Kirche.

Sein guatemaltekischer Kollege Jayro Bustamante geht hingegen in "Ixcanul Volcano" den Glaubensritualen und der Ahnen-Tradition der Maya nach. Das Thema des Zusammenlebens von Religionen und Kulturen in Europa erkundet der rumänische Regisseur Radu Jude mit "Aferim!". In dem Schwarzweißfilm blickt er auf den Balkan des 19. Jahrhunderts zurück und lässt Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Glaubensüberzeugungen aufeinandertreffen.

Einen ganz eigenen Zugang zur Frage nach Gott und dem menschlichen Schicksal verspricht der japanische Filmemacher Sabu in "Ten no Chasuke" (Chasukes Reise). In dem zwischen Philosophie und Posse changierenden Streifen soll "Mr. Engel" die schöne Yuri retten, die Gott eigentlich schon bei einem Verkehrsunfall ums Leben hat kommen lassen. Die Frage nach dem menschlichen Schicksal und dem Sinn des Lebens steht im Mittelpunkt des jüngsten Werkes des US-amerikanischen Kult-Regisseurs Terrence Malick. Er gewann mit "The Thin Red Line" (Der schmale Grat) 1999 den Goldenen Bären. Nun geht er mit "Knight of Cups" in den Wettbewerb. Auch dieser Film könnte ein Anwärter auf den Ökumenischen Filmpreis sein.

 

Quellenangabe:

kathpress.at: Berlinale: Mehrere Filme rund um spirituelle Themen angekündigt. URL: http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/67708.html [Stand: 02/2015]

epofilm: Superwelt. URL: http://www.epofilm.com/de/movie/superwelt/ [Stand: 02/2015]

 

(sp)

Das Theater darf nicht danach beurteilt werden,

ob es die Gewohnheiten seines Publikums befriedigt,

sondern danach, ob es sie zu ändern vermag.

(Bert Brecht)

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