Bunte Steine zum Hören!

Adalbert Stifter hat bekanntlich seine Erzählungen nach dem "sanften Gesetz" gestaltet - und wie könnte es da wundern, dass das Musikalische in der Sprache Komponisten inspiriert?
Und so hat sich der inmitten der stifterschen Waldlandschaft beheimatete Rupert Gottfried Frieberger - Kantor und Stiftskapellmeister in Schlägl - auf die Klangspuren Stifters gemacht und diese kompositorisch umgesetzt. Im Gespräch mit Johannes Leopold Mayer erzählt er, dass es nicht allein sein Anliegen ist, die Idee des "sanften Gesetzes" in seiner Zeitlosigkeit hörbar zu machen, sondern dass auch der Gedanke, diese ganz eigenartige Klangwelt eines Dichter in unsere Zeit zu transferieren, eine wesentliche Rolle für diese Komposition spielt.
Im "Zeit-Ton" erfährt man nicht nur Hintergründe zum Kammermusikzyklus "Bunte Steine", das 1993 mit einem Streichquartett in vier Sätzen zu "Granit" begonnen wurde und dem viele Jahre später - ab 2008 - dann die musikalischen Umsetzungen weiterer Novellen folgten: "Bergkristall" (als Bläsertrio), "Turmalin" (als Duo für Violoncello und Fagott), "Katzensilber", "Kalkstein" und "Bergmilch". Frieberger und Mayer gewähren uns im "Zeit-Ton" auch Klangerlebnisse stifterscher Art. Hineinzuhören lohnt sich!
Quellenangabe:
Ö1 - Zeit-Ton: Bunte Steine. URL: http://oe1.orf.at/programm/396130 [Stand: 02/2015]
die Musiksammlung des Landes Oberösterreich: Bunte Steine. URL: http://www.diemusiksammlung.at/werke/26434/bunte-steine [Stand: 02/2015]
(sp)



