Donnerstag 5. Februar 2026

Weitere Stimmen zum Ableben von Altbischof Maximilian Aichern

Die Diözese Linz trauert um Bischof emeritus Maximilian Aichern OSB. Der Benediktiner, der fast 24 Jahre lang Oberhirte der Diözese war, ist am 31. Jänner 2026 im 94. Lebensjahr im Domherrenhaus in Linz verstorben. Persönlichkeiten aus Kirche und Politik würdigen ihn als großen Seelsorger, Brückenbauer, Mann des Dialogs, Vertreter des sozialen Gewissens und Vorreiter in pastoralen und kirchlichen Fragen.

Fast 24 Jahre lang, von 1982 bis 2005, war Maximilian Aichern OSB, gebürtiger Wiener und Benediktiner von St. Lambrecht, der Diözese Linz vorgestanden. Er hatte die Kirche als „Sozialbischof“ weit über Oberösterreichs Grenzen hinaus geprägt und war auch als emeritierter Bischof in der Diözese präsent. Die Todesnachricht vom 31. Jänner ruft große Trauer und Anteilnahme hervor.
 

 

Hier weitere Stimmen zum Ableben von Bischof Maximilian Aichern
 

 

 

 

Stefan Pimmingstorfer, Direktor der Caritas OÖ

 

„Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Altbischof Maximilian Aichern, dessen Tod uns tief bewegt. Die Caritas OÖ gedenkt seiner in Dankbarkeit und Hochachtung. Er war für mich ein Bischof, der nicht nur mit Worten, sondern mit seinem ganzen Leben bezeugte, wofür die Kirche steht: für Nächstenliebe, Gerechtigkeit und den Dienst an den Menschen. Fast ein Vierteljahrhundert hat Bischof Aichern die Diözese Linz mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geführt. Getreu seinem Wahlspruch „In caritate servire – In Liebe dienen“ war sein ganzes Wirken von gelebter Nächstenliebe, sozialem Engagement und unermüdlichem Einsatz für die Schwächeren geprägt und hat viele inspiriert – auch uns in der Caritas. Maximilian Aichern war ein „Sozialbischof“ im besten Sinn – weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus. Er war eine Stimme für die, die oft keine haben: für Arbeitslose, Obdachlose oder für Flüchtlinge. Ein besonderes Herz hatte er auch für Kinder und für alle Menschen, die auf Solidarität angewiesen sind. Er hat nicht nur gesprochen, sondern gehandelt – beherzt und verbindend. Sein Lebensstil war schlicht, sein Dienst stets von der Frage geleitet: Was braucht der Mensch – und was braucht unsere Gesellschaft, um menschlicher zu werden?

Hier wirkte ein Mensch, der sich nicht scheute, Verantwortung zu übernehmen und der selbst mit anpackte, wenn Hilfe gebraucht wurde. Altbischof Aichern war uns ein geistlicher Wegweiser und ein menschliches Vorbild. Sein Wirken bleibt für mich und die Caritas Auftrag und Ermutigung zugleich.“

 

 

 

Bischof Hermann Glettler: Wort- und tatkräftiges Engagement für sozial Benachteiligte

 

Meine herzliche Anteilnahme der Diözese Linz, den Benediktinern von St. Lambrecht und allen, die jetzt um Bischof em. Maximilian Aichern trauern. Ich bin dankbar für zahlreiche persönliche Ermutigungen, die ich von ihm erhalten habe. Seine geerdete benediktinische Spiritualität, seine Lebensfreude und beständige Sorge um ein belastbares Miteinander in einer vielfach belasteten Gesellschaft wurden für unzählige Menschen zur echten Orientierung. Bis zu seinem Tod zeichnete ihn die Wachsamkeit für den Erhalt des Menschlichen und sein wort- und tatkräftiges Engagement für sozial Benachteiligte aus. Bischof Aichern ist damit über seinen Tod hinaus ein wichtiger Zeuge der Frohbotschaft Jesu. Vor allem sein Beitrag zur Erstellung des ökumenischen „Sozialwortes“ im Jahr 2003, das nichts an Dringlichkeit verloren hat, bleibt unvergesslich.

Der barmherzige Gott, dessen Herz für jeden Menschen schlägt, möge Bischof Maximilian mit der Freude des Himmels beschenken! Die Verbundenheit bleibt.

 

 

 

Erzbischof Franz Lackner bekundet Trauer und Dankbarkeit

 

Zur Trauer über den Verlust des Linzer Altbischofs gesellt sich für Erzbischof Franz Lackner eine "große, tiefe Dankbarkeit für sein langes Wirken". Mit Aichern sei jemand heimgegangen, "der sein Amt und seine Sendung als Hirte unmittelbar im Herzen seiner Herde lebte". Áichern habe sich betreffen lassen von den Schicksalen der Menschen, "vergaß keine Person, der er begegnete", so Lackner. Der Verstorbene habe sich um die Arbeitslosen, die Vertriebenen gesorgt, das entschiedene Auftreten und der Einsatz der Kirche in sozialen Fragen sei ihm eines der größten Anliegen gewesen, würdigte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Aichern sei bis ins hohe Alter ein gern gesehener Gast gewesen, "der seine reichen Erinnerungen und auch sein profundes Wissen über die Geschichte der Kirche teilte". Lackner nannte es eine schöne Fügung, "dass Bischof Maximilians lange irdische Pilgerreise im Dienst an Gott und den Menschen am heutigen Tag der Feier des geweihten Lebens vollendet wurde" und rief zum Gebet für den Verstorbenen auf.

 

 

 

Erzbischof Josef Grünwidl: "Er wusste, wo der Schuh drückt"

 

"Er war ein Hirte, der die Menschen suchte und verstand", heißt es im Nachruf des neuen Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl auf Maximilian Aichern. Die Wurzeln des gebürtigen Wieners in der Reindlgasse und seine ursprüngliche Ausbildung zum Fleischhauer hätten Aichern geprägt: "Er wusste, was Arbeit bedeutet und wo den Leuten der Schuh drückt", so Grünwidl. Als Benediktiner habe der Verstorbene eine bodenständige Spiritualität gelebt, die Gebet und sozialen Einsatz verband. Aicherns Gespür für Gerechtigkeit habe ihn weit über die Kirche hinaus zu einer viel beachteten Stimme gemacht. Grünwidl "denke mit Dankbarkeit an diesen Sohn unserer Erzdiözese" und "großen Bischof von Linz".

 

 

 

Bischof Wilhelm Krautwaschl: "Er war und ist ein Vorbild"

 

"Er war und ist ein Vorbild" lautet der Titel eines Statements der beiden steirischen Bischöfe Wilhelm Krautwaschl und Johannes Freitag zum Tod von Altbischof Aichern auf der Grazer Diözesan-Website. Diözesanbischof Krautwaschl lernte den Verstorbenen bei Exerzitien im steirischen Benediktinerstift St. Lambrecht kennen, dem Aichern von 1977 bis 1982 als Abt vorstand. "Er war ein offenherziger, an vielem interessierter Mensch, der dem Evangelium schon als Abt und durch seine Lebensgeschichte Hand und Fuß verliehen hat", so der Grazer Bischof. Die Kirche verliere mit Aichern einen Menschen, der soziale Fragestellungen gesehen und angepackt habe. "Er machte unseren Glauben für die Menschen lebendig und nützlich. So war und ist er ein Vorbild."

Bischof Aichern habe ihm die Gabe vermittelt, "mit ganzem Herzen im Gespräch da zu sein", teilte Weihbischof Johannes Freitag mit. "Seine Menschenfreundlichkeit und sein gütiger Blick waren für mich damals ein gutes Beispiel für glaubhafte Nachfolge."

 

 

 

Militärbischof Werner Freistetter: "Außerordentlich herzlich und gütig"

 

Militärbischof Werner Freistetter erinnerte sich an den verstorbenen Linzer Altbischof als "außerordentlich herzlichen und gütigen Menschen". Beeindruckt hätten ihn Aicherns unermüdliches soziales Engagement und sein hoffnungsvoller Blick auf die Zukunft von Kirche und Gesellschaft - "eine Einstellung, die von tiefem Gottvertrauen zeugt". Bis ins hohe Alter habe Aichern viele kirchliche Dienste ausgeübt. "Dafür habe ich ihn sehr bewundert", so Freistetter.

 

 

Weitere Informationen folgen.

 

Presseunterlagen

 

Pressemitteilung (doc / pdf)

 

Bilder aus dem Leben von Bischof Maximilian Aichern zum Download (honorarfrei): Credit siehe jeweiliges Foto

 

Link zum Lebenslauf

 

 

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