Mittwoch 18. Oktober 2017

Prälat Mag. Josef Ahammer verstorben

Prälat Josef Ahammer

Trauer um Prälat Josef Ahammer. © Diözese Linz

 

Trauer und Dankbarkeit für eine prägende Priesterpersönlichkeit der Diözese Linz, die in vielen Bereichen ihre Spuren hinterlassen und segensreich gewirkt hat: Prälat Mag. Josef Ahammer bleibt denen, die ihn kannten und mit ihm arbeiteten, als verständnisvoller Seelsorger, guter Ratgeber, Vorbild im Glauben, Kenner der Diözese und als ganz besonderer Mensch in Erinnerung. Als „Schatz für unsere Diözese“ bezeichnet den Verstorbenen der emeritierte Bischof Maximilian Aichern, dessen Generalvikar Josef Ahammer 21 Jahre lang war.

 

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Lebenslauf von Prälat Mag. Josef Ahammer

 

Josef Ahammer wurde am 18. Mai 1935 in Neukirchen bei Altmünster geboren. Nach der Matura am Kollegium Petrinum trat er 1955 ins Priesterseminar Linz ein, studierte Theologie und wurde am 29. Juni 1960 im Mariendom in Linz zum Priester geweiht.

 

Nach ersten Seelsorgeposten als Kooperator in Rainbach im Mühlkreis und der Stadtpfarre Linz-Urfahr wurde er 1963 zum Diözesan-Kinderseelsorger und Geistlichen Assistenten der Katholischen Jungschar bestellt. Als begeisterter Pfadfinder übernahm Ahammer von 1961 bis 1976 die Aufgabe des Landeskuraten der oberösterreichischen Pfadfinder.

 

1974 wurde Mag. Ahammer als Referent ins Bischöfliche Ordinariat berufen und mit der Leitung des gemeinsamen Sekretariates von Pastoral- und Priesterrat sowie der Dechantenkonferenz betraut. Zugleich übernahm er die Betreuung der oö. Missionspriester und -schwestern sowie der Entwicklungshelfer. Die Österreichische Bischofskonferenz bestätigte ihn 1977 als Präsident der Österreichischen Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA); eine Funktion, die er bis 2008 innehatte.

 

1982 wurde Mag. Ahammer ins Linzer Domkapitel berufen und am 21. April 1982 von Bischof Dr. Maximilian Aichern OSB zu seinem Generalvikar in der Diözese Linz ernannt. Dieses Amt übte er verantwortungsvoll und mit Bereitschaft zur Zusammenarbeit über 21 Jahre bis August 2003 aus. Er nahm sich dabei auch um die Förderung des Ständigen Diakonates an, für das er darüber hinaus zuständig blieb.

 

Zusätzlich war Mag. Ahammer in der Pfarrseelsorge tätig: ab 1974 als Expositus am Harterfeld (heutige Pfarre Leonding-Hart-St. Johannes), von 1976 bis 2012 als Kurat in der Pfarre Linz-St. Magdalena.

Mit 1. September 2003 wurde Ahammer zum Bischofsvikar für Orden, Säkularinstitute und geistliche Gemeinschaften bestellt und war als solcher bis Mai 2012 aktiv. Zudem kümmerte er sich bis 2016 um die Belange des Bischofshofes. 2003 rückte er als neuer Dompropst an die Spitze des Linzer Domkapitels, bis er im November 2014 emeritierte. Nicht nur in dieser Funktion war ihm der Linzer Mariendom ein Herzensanliegen.

 

Prälat Mag. Josef Ahammer war zudem Prior der Komturei Linz der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, er war Bischöflicher Kommissär der Franziskusschwestern sowie der Elisabethinen in Linz, wo er ab 2011 wohnte. In den letzten Wochen wurde er sehr aufmerksam und umsichtig von ehemaligen Mitarbeiterinnen und den Elisabethinen-Schwestern im St. Barbara Hospiz betreut, wo er am Sonntagmorgen des 30. Juli 2017 verstarb.

 

Seine Verdienste wurden gewürdigt durch die Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten 1984, durch die Verleihung des Ehrenzeichens für Verdienste um die oö. Jugend 1985, des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Oberösterreich 1995, den Erhalt der Silbernen Palme von Jerusalem 2002 und die Verleihung des Eduard-Ploier-Preises für Entwicklungszusammenarbeit 2009.

 

Gebet für den Verstorbenen und Begräbnisgottesdienst

 

Für den Verstorbenen wird in mehreren Pfarren der Diözese gebetet:

  • Donnerstag, 3. August 2017, 18.30 Uhr: Pfarrkirche Neukirchen bei Altmünster
  • Freitag, 4. August 2017, 19.00 Uhr: Klosterkirche der Elisabethinen in Linz
    (Eingang Bethlehemstraße)
  • Sonntag, 6. August 2017, 19.00 Uhr: Pfarrkirche Linz-St. Magdalena
  • Sonntag, 6. August 2017, 19.00 Uhr: Pfarrkirche Linz-Hl. Familie. Hier ist der Verstorbene auch aufgebahrt.

Der Begräbnisgottesdienst wird am Montag, 7. August 2017 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Linz-Heilige Familie (Bürgerstraße 58, 4020 Linz) gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung im Priestergrab des Domkapitels auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz.

 

Stimmen aus der Diözese im Gedenken an Prälat Mag. Josef Ahammer

 

Bischof em. Dr. Maximilian Aichern: „Er war ein Schatz für unsere Diözese“

 

Generalvikar DDr. Severin Lederhilger: „Ein kundiger Berater und ein verantwortungsbewusstes Vorbild“

 

Ehemalige Ordinariatskanlerin Priorin Sr. Dr.in Hanna Jurman: „Er hat uns Mitarbeitenden etwas zugetraut und Vertrauen geschenkt“

 

Christine Dietachmair, ehemalige Sekräterinn von Josef Ahammer: „Ein guter Chef, ein guter Freund und ein großartiger Mensch“

 

Josef Ahammer im Garten des Bischofshofes (2016)

Prälat Josef Ahammer im Garten des Bischofshofes (2016). © Diözese Linz

Josef Ahammer in Bildern
Stimmen im Gedenken an Prälat Mag. Josef Ahammer
Bischof em. Dr. Maximilian Aichern

„Er war ein Schatz für unsere Diözese“

Josef Ahammer war als Mensch einfach hervorragend. Wegen seiner Menschlichkeit, seiner Gesprächsbereitschaft und...

Generalvikar DDr. Severin Lederhilger

„Ein kundiger Berater und ein verantwortungs-bewusstes Vorbild“

Geprägt vom Leitmotiv der Linzer Diözesansynode „Kirche um der Menschen willen“ hat er seinen Glauben mit...

Priorin Sr. Dr.in Hanna Jurman

„Er hat uns Mitarbeitenden etwas zugetraut und Vertrauen geschenkt“

Die Begegnungen mit ihm waren Begegnungen auf Augenhöhe, von Wohlwollen geprägt. Josef Ahammer erlebte ich als...

Christine Dietachmeier, ehemalige Sekretärin von Josef Ahammer

„Ein guter Chef, ein guter Freund und ein großartiger Mensch“

Josef Ahammer hat für die Kirche gelebt – und er war immer der Überzeugung, dass letztlich alles gut wird.
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Die Diözese Linz trauert um Prälat Josef Ahammer. Er bleibt besonders als einfühlsamer Seelsorger in Erinnerung – und als Mensch, der durch sein Glaubenszeugnis beeindruckte.

 

 

Wenn auch Sie Josef Ahammer gekannt und geschätzt haben, können Sie hier Ihre Trauer, Ihren Dank und Ihre Erinnerungen zum Ausdruck bringen.

 

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Herr Mag. Ahammer, Sie sind uns beigestanden in Freud und Leid und haben immer die richtigen Worte gefunden, zuletzt bei der Beerdigung meines geliebten Vaters vor 4 Jahren! Mehr als Dank dafür! Gerne erinnern wir uns an Sie als wunderbaren Zuhörer und kritischen Gesprächspartner bei unseren Diskussionen und leidenschaftlichen Vertreter Ihrer Kirche. Stets hatten Sie ein offenes Ohr, einen guten Rat für uns bereit! Durch Sie hatte erst für uns das Wort 'Seelsorge' die richtige Bedeutung bekommen. Wir sind unendlich dankbar, Sie als großartigen Menschen kennengelernt zu haben und schön, dass Sie uns viele viele Jahre begleitet haben! Trotz Krankheit stand bis zuletzt immer das Wohl der Mitmenschen an erster Stelle in Ihrem Leben! Ruhen Sie in Gottes Frieden! Sie werden immer einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen einnehmen! Wir vermissen Sie!

Josef Ahammer stand immer für einen Weg der Mitte. Gemeinsam mit Bischof em. Maximilian Aichern prägte er jene Kirche, in der ich aufwachsen durfte. Dafür bin ich dankbar. Vergelt's Gott...

Diakon
Lieber Prälat Josef!
Danke für deine Begleitung bei der Ausbildung zum Diakon und vielen Begegnungen mit dir. Dankbar ist auch meine Gattin für deinen mehrmaligen Besuch mit der Krankenkommunion im Krankenhaus der Elisabethinnen im Jänner 2016. Wir wären gerne bei deinem Begräbnis dabei gewesen, aber es war nicht möglich, daher werden wir für dich eine Heilige Messe in unserer Pfarre lesen lassen.
Der Herr möge dir Frieden und Ruhe schenken in seiner ewigen Herrlichkeit. Diakon Karl Schwaiger, Gaflenz

Mag.
Lieber Josef,
Gott segne dich!
Danke für viele gute Begegnungen!
Ruhe in Frieden!
Diakon Anton mit Familie

Pfr. em.
Ein geschätzter und verständnisvoller Begleiter der Priester in der Diözese. Dafür herzlich Vergeltsgott.

Josef Ahammer hat die Katholische Jungschar, vor allem die Dreikönigsaktion, auch lange nach seiner Funktion als Jungscharseelsorger mitgetragen. In Josef Ahammer hatten wir immer einen wohlwollenden Beobachter und Begleiter. Er hat Veränderungen wahrgenommen und ehrlich rückgemeldet, wenn ihm etwas Positives, aber auch Negatives aufgefallen ist. Dafür haben wir ihn immer sehr geschätzt. Danke!
Auch die feinen Gespräche mit ihm werde ich nicht vergessen.

Josef Ahammer hat mir eine meiner ersten sehr positiven Begegnungen mihmit der Kirche geschenkt. Die Jungscharleiterausbildung, die ich mit ihm als 14.jähriger erleben durfte, hat eine bleibende Erinnerung in mir gewonnen. Seinen klugen Umgang mit Problemen in schwierigen kirchlichen Zeiten habe ich immer sehr geschätzt.
Als gf. Vorsitzender des Priesterrates blicke ich dankbar auf sein kirchliches Wirken zurück.
Hans Padinger

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