Sonntag 8. Februar 2026

„...ich stöbere in allen Kirchen, Kapellen und Ruinen herum...”

Zu Stifters Denkmalbegriff und Architekturästhetik
Arbeitszimmer von Adalbert Stifter. © Vearty/wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Georg Wilbertz beschäftigt sich am „Tag des Denkmals” am 28. September ab 15 Uhr mit Stifters Architekturästhetik.

Wie wär's am „Tag des Denkmals” (28. September 2014) zunächst mit einer Führung (ab 14 Uhr) durch das 2013 neu gestaltete, oberösterreichische Literaturmuseum im Stifterhaus, in dem Adalbert Stifter seine letzten zwanzig Lebensjahre verbrachte? Und anschließend - inspiriert von dem Atem der Geschichte und der oberösterreichischen Literaturgeschichte bis in die Gegenwart - dann ein spannender, circa einstündiger Vortrag zur Bedeutung Stifters für die Denkmalpflege mit Kunsthistoriker Dr. Georg Wilbertz?


Zum Vortrag - zwischen gestern und heute

1853 nimmt die „K. K. Centralcommission für Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale” (gegr. 1850) ihre Arbeit auf. Noch im gleichen Jahr tritt Adalbert Stifter diesem Gremium bei. Stifter wird 1854 zum „Conservator für das Kronland Ober Oesterreich” ernannt. In regelmäßigen Berichten an die Kommission gibt er von 1855-64 Rechenschaft über seine denkmalpflegerische Tätigkeit und verfasst eine Vielzahl weiterer Beiträge zur Kunst- und Denkmalpflege in Linz und OÖ.

 

Die intensive Beschäftigung mit Denkmälern und Kunstwerken der Vergangenheit hat für Stifter nicht nur eine retrospektive Dimension. Er gewinnt aus der Betrachtung des Alten wesentliche Prinzipien und Kategorien für die Beurteilung des Architektur- und Kunstschaffens seiner eigenen Zeit.

 

Stifters Wahrnehmung und Methode sind damit eingebettet in einen ästhetischen Diskurs, der das 19. Jh. maßgeblich geprägt hat. Der Vortrag möchte basierend auf Stifters kunstwissenschaftlichen Beiträgen und literarischen Texten seine denkmalpflegerische Tätigkeit, seine architekturästhetischen Positionen und seine Bedeutung für die Denkmalpflege im Kontext seiner Zeit skizzieren.

 

Zum Vortragenden

Dr. Georg Wilbertz (*1963), Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte in Köln und Wien. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln und der RWTH Aachen. Lehrbeauftragter für Architekturtheorie und Baugeschichte an der Universität Wuppertal und der FH Köln. Zurzeit Universitätslektor an der TU Wien. Aktuelle Arbeits- und Publikationsschwerpunkte sind die Architekturgeschichte und -theorie des 19. Jahrhunderts und der Moderne sowie die Geschichte des Städtebaus.

 

Mehr Informationen:

www.stifterhaus.at

 

Quellenangabe:

StifterHaus – Literatur und Sprache in OÖ. URL: http://www.stifter-haus.at/DE,2-1-1,Programm [Stand: 08/2014]

(sp)

MMMag. Hubert Nitsch
MMMag. Hubert Nitsch

Kunstreferent der Diözese Linz

"kunst und kirche"-Bücherregal

Sichtbar gemacht
Paul Klee: Abstraction with Reference to a Flowering Tree (1925) / National Museum of Modern Art, Tokyo. © Daderot/wikimedia.org

Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder,

sondern macht sichtbar…

(Paul Klee)

Kulturgüter der Orden
Im Blickpunkt: „kunst und kirche”
kunst und kirche. © Springer Verlag

„kunst und kirche”, seit 1971 als ökumenische Zeitschrift für Architektur und Kunst erscheinend, widmet sich immer wieder Themen wie neuen Kirchenbauten, religiösen Traditionen in Phänomenen der Gegenwartsarchitektur, Transformationen zentraler christlicher Inhalte in zeitgenössische Kunst oder der Rolle von Kunst im interreligiösen Dialog. Sie beleuchtet Kunst und Architektur vor einem philosophischen und religiösen Hintergrund. Günter Rombold als Doyen der Zeitschrift freut sich: „Ich finde, die Zeitschrift geht einen guten Weg. Die Kunst hat sich verändert, und die Zeitschrift greift diese jungen Positionen auf; das finde ich gut...”

Im Bild: Engel von Paul Klee

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Impuls zu Paul Klees Engelbilder

Ausstellung „Paul Klee - Engel”

Hamburger Kunsthalle (2013)

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
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