Dienstag 18. Dezember 2018

Sternsingeraktion 2019: Singen für ein besseres Leben

V. l.: Luggi Frauenberger (Bildungsreferent der Katholischen Jungschar der Diözese Linz), Geonathan Barro, Direktor von Agro-Eco, Diego de la Cruz Jr., und Mag.a Mayella Gabmann (Leiterin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz)

In knapp vier Wochen werden in Oberösterreich wieder ca. 16.000 SternsingerInnen der Katholischen Jungschar mit Segenswünschen fürs neue Jahr von Haus zu Haus ziehen.

Die ersungenen Spenden ermöglichen in mehr als 500 Projekten in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika Hilfe zur Selbsthilfe. Bei einer Pressekonferenz am 26. November 2018 im OÖ. Presseclub wurde anhand eines Beispiels auf den Philippinen gezeigt, wie Sternsinger-Projekte die Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig verbessern.

 

Die SternsingerInnen sind aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Sie ziehen in den Wochen nach den Weihnachtsfeiertagen in Stadt und Land von Haus zu Haus, überbringen musikalische Segenswünsche für das neue Jahr und sammeln für Menschen in den Armutsregionen der Welt. So schenken sie doppelt Freude – und haben auch selber großen Spaß an ihrem ehrenamtlichen Engagement.

 

Auch heuer werden im Zeitraum von 27. Dezember 2018 bis 6. Jänner 2019 österreichweit wieder ca. 85.000 SternsingerInnen aus etwa 3.000 Pfarren singend unterwegs sein – allein in Oberösterreich sind es 16.000 Mädchen (sie stellen zwei Drittel), Buben und auch Erwachsene. Beachtlich sind die Wegstrecken, die dabei absolviert werden: Geschätzte 420.000 Kilometer legen die SternsingerInnen gemeinsam zurück – das entspricht in etwa einer zehnmaligen Umrundung des Erdballs.

 

Zusätzlich zu den Hausbesuchen in den Pfarren erwartet einige SternsingerInnen aus Oberösterreich ein ganz besonderer Termin: Am 29. Dezember 2018 sind SternsingerInnen aus ganz Österreich, unter ihnen eine oberösterreichische Delegation, bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Wiener Hofburg zu Gast.

 

 

Spenden, die nachhaltig helfen

 

Im Vorjahr wurden in ganz Österreich 17,5 Millionen Euro gespendet; Oberösterreich war Spitzenreiter mit rund 3,4 Millionen Euro. Seit dem Beginn der Sternsingeraktion 1954 konnten bereits über 425 Millionen Euro gesammelt werden. Dieses Geld wird von der Dreikönigsaktion, dem Hilfswerk der Katholischen Jungschar, jährlich in mehr als 500 Projekte investiert. Das Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe.

Mag.a Mayella Gabmann von der Katholischen Jungschar der Diözese Linz über den Einsatz der Sternsingermittel: „Das Ziel unserer Projekte ist es, Kleinbauern zu stärken, damit ihre Lebensgrundalge gesichert ist. Dürre, aber auch Überschwemmungen, sowie große Konzerne fordern den Bauern vieles ab. Außerdem stärken wir Kinder und Jugendliche durch Aus- bzw. Weiterbildung, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Ebenso wichtig sind uns die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Durchsetzung der Menschenrechte. Projekte werden meist über einen längeren Zeitraum unterstützt, also etwa zwei bis drei Jahre, denn, so Gabmann: „Armutsbekämpfung braucht einen langen Atem.“

 

Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, sorgt für den kompetenten Einsatz der Spendengelder. Die Finanzen werden jährlich von unabhängigen WirtschaftsprüferInnen kontrolliert. Das „Spendengütesiegel“ garantiert Transparenz und objektive Sicherheit bei der Spendenabwicklung. Alle Sternsingergruppen führen einen Ausweis mit sich. So lässt sich leicht erkennen, dass sie im Auftrag der Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar unterwegs sind.

 

 

Schwerpunktland Philippinen: Nahrung sichert Leben

 

Wie die Hilfe konkret funktioniert und das Überleben von Kleinbauern und das Wissen über biologische Landwirtschaft gesichert wird, zeigt ein Projekt auf den Philippinen, das bei der Pressekonferenz von Mayella Gabmann, Luggi Frauenberger, dem Bildungsreferenten der Dreikönigsaktion, und zwei Projektpartnern aus Mindanao auf den Philippinen vorgestellt wurde.

 

So hilft Sternsingen – am Beispiel des Projektes Agro-Eco auf den Philippinen

Auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen, lebt über die Hälfte der 26 Millionen EinwohnerInnen in Armut. Viele leiden an Hunger, obwohl das Land sehr fruchtbar ist. Warum? Auf 80 Prozent des fruchtbaren Landes bauen Konzerne Ananas, Bananen oder Ölpalmen für den Export an. Die Bevölkerung hat nichts davon. Auch der Klimawandel macht der Bevölkerung schwer zu schaffen: Die Taifune gewinnen an zerstörerischer Kraft. Dürre und dann wieder Überflutungen vernichten die Ernte.

 

Die Flucht in die Städte ist keine Lösung. Das Leben in den Slums hält meist nur bittere Armut bereit: Keine regelmäßige Arbeit, Unterernährung, mangelhafte Bildung und kaum medizinische Versorgung. Kinder sind besonders verwundbar, sie leiden häufig unter Gewalt, Ausbeutung oder Kinderarbeit. Statt die Schule zu besuchen arbeiten viele als StraßenverkäuferInnen, sammeln Müll oder tragen Lasten, um zum Familieneinkommen beizutragen.

 

Agro-Eco, Partnerorganisation der Dreikönigsaktion, unterstützt Bauernfamilien, ihre Lebenssituation zu verbessern. Bäuerinnen und Bauern erhalten Trainings zu ökologischer Landwirtschaft, um die lebenswichtige Versorgung mit Reis zu sichern. Auf Modellfarmen werden klimaresistente Reissorten erforscht und das Saatgut verbreitet. Der Zusammenschluss in lokalen Bauernorganisationen stärkt die Gemeinschaft und verhindert Landraub.

 

Dank Unterstützung von Agro-Eco können die Bauernfamilien gute Ernten erzielen und haben wieder genügend Nahrung zur Verfügung. Überschüsse verkaufen sie direkt in der Region. Von Agro-Eco erhalten sie Unterstützung beim Verkauf und der Vermarktung ihrer Produkte.

 

Einer der Partner vor Ort ist Diakon Diego „Jun“ de la Cruz aus dem Dorf Sayon. Für ihn hat sein Engagement auch zutiefst christlich-spirituelle Wurzeln: Es ist der Umgang mit der Schöpfung, die es zu achten und zu bewahren gilt. Zum anderen ist der Wert der Gemeinschaft sehr hoch. So unterstützt man sich gegenseitig im Dorf, landesweit werden widerstandsfähige Reissorten getauscht, ohne dass Geld im Spiel wäre. „Mein Grundsatz ist: Es geht nicht darum, was ich nehmen kann, sondern was ich der Gemeinschaft gebe“, so Diego de la Cruz. Er ist im Zuge des Projektpartnerbesuches von 24. 11. – 1. 12. 2018 auch in Oberösterreich in Pfarren und Schulen unterwegs.

 

 

Das Team von Agro-Eco

 

Geonathan Barro, 40, ist seit 2015 Direktor von Agro-Eco, Partnerorganisation der Dreikönigsaktion auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen. Von 2010 bis 2015 war der studierte Ökonom als Referent für Anwaltschaft bei Agro-Eco tätig.

 

Diego „Jun“ de la Cruz Jr., 58, betreibt seit 1996 ökologische Landwirtschaft in der Provinz Agusan del Sur auf der Insel Mindanao und ist Gründungsmitglied der örtlichen Vereinigung von Biobauern. Der Reisbauer züchtet klimaresistente Reissorten und hilft, alte Reissorten zu bewahren (über 300 verschiedene Sorten) und diese anderen BäuerInnen kostenlos zur Verfügung zu stellen.

 

Hintergrundinfos und Downloads von Pressefotos, Projektinfos, Zahlen und Grafiken unter

www.dka.at/presse

 

 

Presseunterlagen zum Download

 

Pressemitteilung zum Download (doc / PDF)

 

Unterlage Pressemappe zum Download (PDF)

 

Pressefotos zum Download / honorarfrei (Credit siehe jeweiliges Bild)

 

Foto 1: V. l. Luggi Frauenberger (Bildungsreferent der Katholischen Jungschar der Diözese Linz), Geonathan Barro, Direktor von Agro-Eco, Diego de la Cruz Jr., und Mag.a Mayella Gabmann (Leiterin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz) stellten bei der Pressekonferenz ein Partnerprojekt der Dreikönigsaktion auf den Philippinen vor. © Diözese Linz / Fürlinger

 

Foto 2: Geonathan Barro (l.) und Diego de la Cruz sind beide für Agro-Eco tätig. Sie sind von 24.11. bis 1.12.2018 in Schulen und Pfarren unterwegs, um das Partner-Projekt der Dreikönigsaktion vorzustellen. © Diözese Linz / Fürlinger

 

Foto 3: Geonathan Barro. © Diözese Linz / Fürlinger

 

Foto 4: Diego de la Cruz Jr. © Diözese Linz / Fürlinger

 

Foto 5: Diego de la Cruz tauscht Saatgut. Er ist einer der Reisbauern auf den Philippinen, die gegen Landraub und für Nahrungssicherheit eintreten. © DKA / Bauer

 Michael Kraml
Michael Kraml
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