Samstag 28. März 2026

Archifon III, Waterlight Graffiti, Constellation & OscFluctuation

Der Domplatz und die Fassade des Linzer Mariendoms verwandeln sich beim Festival Opening und während des gesamten Festivals in eine Bühne bzw. Projektionsfläche.

Archifon III

Tomáš Dvořák, Dan Gregor (CZ)

 

So verschieden das Ars Electronica Center und der Linzer Mariendom in jeder Hinsicht auch sein mögen – während des Ars Electronia Festival 2014 gleichen sie sich darin, dass die FestivalbesucherInnen ihre Fassaden spielerisch mitgestalten können.

Mit ihrer audiovisuellen und architektonischen Installation Archifon III lassen Tomáš Dvořák und Dan Gregor Fenster und Mauern des Mariendoms zum virtuellen Musikinstrument werden. Zu spielen ist es mit Laserpointern, die an verschiedenen Stellen der Fassade unterschiedliche akustische und optische Elemente aktivieren. Plötzlich scheint das Mauerwerk lebendige Architektur zu sein, die wie ein Klangkörper reagiert.

 

Archifon III / Tomáš Dvořák (CZ), Dan Gregor. © Ars Electronica/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0

 

Waterlight Graffiti

Antonin Fourneau (FR)

 

Einen Schwamm, eine Bürste oder eine Spritzpistole sowie etwas Wasser: mehr braucht es nicht, um ein Water Light Graffiti auf eine Wand mit tausenden wasserempfindlichen LEDs zu zaubern. Das Prinzip ist einfach, das Ergebnis wunderschön anzuschauen.

Das Wasser erzeugt eine elektrische Brücke, die den Strom zwischen den in das Wandpanel eingelassenen LEDs fließen lässt. Die Wassermenge bestimmt auch, wie intensiv die angesprochenen LEDs leuchten. Je mehr Feuchtigkeit im Spiel ist, desto heller erstrahlt das kurz aufblinkende Sgraffitto.

 

Water Light Graffiti - Antonin Fourneau (FR). Credit FotoFilip. © Ars Electronica/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0 

 

panGenerator (PL)

 

Ermüdet von den vielen aufwändigen interaktiven Installationen des Medienkunstbetriebs hat die polnische panGenerator-Crew mit Constellaction einen ebenso smarten wie verspielten Gegenentwurf zu den verbreiteten Hardware-Materialschlachten geschaffen. Handliche dreidimensionale Tetraeder sind die Bauelemente dieser auch für Kinder sofort benutzbaren Spielanordnung.

Die kleinen Vierflächner reagieren auf plötzliche Veränderungen des Lichteinfalls, indem sie aufleuchten und ein Geräusch von sich geben. Obendrein erweisen sie sich als kommunikativ, denn sie stecken damit ihre Nachbarn an. Auf einer Fläche voller Tetraeder erzeugt das den Effekt einer Lichtwelle, die durch das Feld läuft. In der Dunkelheit genügt eine kleine Taschenlampe, um die Installation auszureizen.

 

Constellaction/ panGenerator (PL). © Ars Electronica/CC BY-NC-ND 2.0

 

OscFluctuation

 

Robert Praxmarer, Gerlinde Emsenhuber, Robert Sommeregger, Steven Stojanovic, Thomas Wagner (AT)

 

Alles schwingt, alles fließt. Oszillation und Fluktuation ergeben zusammen und auf Englisch das Kunstwort OscFluctuation und damit den Titel einer Medienkunstinstallation, die sich den BetrachterInnen als lebendiges audiovisuelles Instrument präsentiert. Seine spezielle Qualität bezieht es aus der Fähigkeit, Komposition, Improvisation und Vorhersagbarkeit ineinander aufzulösen.

 

Um es zu spielen, reicht die bloße Bewegung der Anwesenden auf dem Domplatz. Ihre Bewegungen werden aufgenommen und als Silhouetten auf das Domhotel projiziert. Die Bewegungsmuster werden in Klangbilder übersetzt, was eine unablässige musikalische, motorische und algorithmische Improvisation ergibt.

 

OscFluctuation/ Robert Praxmarer, Gerlinde Emsenhuber, Robert Sommeregger, Steven Stojanovic, Thomas Wagner (AT). © Ars Electronica/flickr.com

 

Donnerstag, 4. September 2014 bis Sonntag, 7. September 2014: 20.30-23.00 Uhr

 

(sp)

MMMag. Hubert Nitsch
MMMag. Hubert Nitsch

Kunstreferent der Diözese Linz

AEC hautnah
Osc Fluctuation - alles schwingt, alles fließt... am Domplatz. © Stefanie Petelin

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Henri. Das Experiment. - Hinter Schlagworte blicken...

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AEC Opening Event

Sichtbar gemacht
Paul Klee: Abstraction with Reference to a Flowering Tree (1925) / National Museum of Modern Art, Tokyo. © Daderot/wikimedia.org

Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder,

sondern macht sichtbar…

(Paul Klee)

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