Tuesday 29. September 2020

Silvester

Feuerwerk an Silvester.

Das neue Jahr wird zumeist mit lautem Knallen und hellem Aufblitzen begrüßt - mit diesem Brauch verweist das Fest auf eine Tradition der Feuerfeiern aus dem Zeitalter der Germanen. Doch Silvester hat auch einen kirchlichen Hintergrund. 

Und das liegt im Namen begründet, denn die Bezeichnung "Silvester" geht auf den römischen Papst Silvester I. zurück, der am 31. Dezember des Jahres 335 starb und dessen Gedenktag darum an jenem Tag gefeiert wird. Dieser Tag war übrigens nicht immer der letzte des Jahres: im Zuge der julianischen Kalenderreform wurde 45 vor Christus der Jahresanfang von 1. März auf 1. Januar verlegt, den Monaten eine Zahl von Tagen zugeordnet und alle vier Jahre ein Schalttag eingefügt. Durch diese Änderung des Kalenders war das Jahr nach dem julianischen Kalender plötzlich elf Minuten länger als das Sonnenjahr, sodass sich nach 128 Jahren eine Differenz von einem Tag zwischen Kalender- und Sonnenjahr ergab. Und so kam Papst Gregor XII. und ließ - angeregt von Nikolaus Kopernikus - den Kalender überarbeiten. Das brachte für so manches katholische Land, das diese sogenannte gregorianische Reform gleich übernahm, einen interessanten Kalendersprung: auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582 folgte gleich der 15. Oktober 1582. 

 

Nach und nach setzte sich der gregorianische Kalender schließlich auch in nicht-katholischen Ländern durch, lange Zeit jedoch galten in Europa verschiedene Berechnungen des Neujahrsdatums. Selbst heute gibt es in anderen Kulturen und Religionen andere Termine, an denen das neue Jahr eingeläutet wird, man denke nur an den asiatischen oder muslimischen Raum. 

 

 

Im katholischen Kirchenjahr stellt der 31. Dezember nicht das Ende des Kirchenjahres dar, das feiern Katholiken bereits am Christkönigssonntag. Für das Ende des Kalenderjahres am 31. Dezember haben sich jedoch im Laufe der Zeit verschiedene Rituale und Bräuche zum Einbegleiten des neuen Jahrs entwickelt: da werden Glückssymbole wie Kleeblätter, Marienkäfer, Hufeisen oder Glücksschweine verschenkt oder es wird Blei gegossen. Vielen ist die Jahresschlussandacht, die vielerorts gefeiert wird, zu einem wichtigen Ritual geworden, um auf das alte Jahr zurückzublicken und sich von diesem zu verabschieden und all das Gewesene voll Vertrauen und Dankbarkeit in Gottes Hand zu legen.

 

Quellenangabe:

katholisch.de (meu): Feuerwerk und Friedensappell. URL: http://www.katholisch.de/de/katholisch/glaube/unser_kirchenjahr/weihnachtsfestkreis/silvester.php [Stand: 12/2014]

 

(sp)

Zum Nachdenken
Lichtquelle. © Roland Lengauer

 

Das Kirchenjahr mit seiner immer erneuten Vergegenwärtigung und Darstellung des Lebens Christi ist das größte Kunstwerk der Menschen; und Gott hat sich dazu bekannt und gewährt es Jahr für Jahr, schenkt es in immer neuem Licht, als begegnete es einem zum ersten Mal.

(Jochen Klepper)

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