9ab Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten.
Doch das Wort des HERRN erging an ihn:
11b Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den HERRN!
Da zog der HERR vorüber: Ein starker, heftiger Sturm,
der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach,
ging dem HERRN voraus.
Doch der HERR war nicht im Sturm. (…)
Elija war deprimiert und wollte sterben. Durch ein gewaltiges Zeichen hatte er zuvor die Macht Gottes über den kanaanäischen Gott Baal und die Göttin Aschera demonstriert. Er hatte auch den lang ersehnten Regen prophezeit, der dann auch eingesetzt hat. Dennoch musste er fliehen, um sein Leben zu retten, das die Königin Isebel als Baalsverehrerin bedroht. Nach einer 40-tägigen Wanderung durch die Wüste offenbart sich ihm Gott erneut.
Die Erzählung schildert hinter dem Schicksal des Elija eindrücklich einen Gott, der sich nicht nur seinem Volk als Ganzem, sondern auch dem einzelnen Menschen zuwendet und sich um ihn kümmert.
Evangelium: Mt 14,22-33
22 Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte,
drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen
und an das andere Ufer vorauszufahren.
Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
23 Nachdem er sie weggeschickt hatte,
stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten.
Als es Abend wurde, war er allein dort.
24 Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entferntund wurde von den Wellen hin und her geworfen; (…)
18. So. i. J. 6. 8. 2023, F Verklärung des Herrn 2. Lesung: 2 Petr 1,16-19
Schwestern und Brüder!
16 Wir sind nicht klug ausgedachten Geschichten gefolgt,
als wir euch die machtvolle Ankunft
unseres Herrn Jesus Christus kundtaten,
sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe.
Im 2. Petrusbrief entwirft ein uns heute unbekannter Verfasser eine Art Testament des Apostels Petrus. Der Verfasser schreibt in der Rolle des Petrus, der – so die Fiktion – seinen baldigen Tod ahnend (1,14), seine Leser/innen noch einmal eindringlich an jene Wahrheit erinnern möchte (1,12), die ihnen verkündet wurde und an der sie im Glauben festhalten sollen. Nötig ist diese Erinnerung, weil in der Gemeinde offenbar Personen auftreten, die falsche Lehren verbreiten („falsche Propheten“ bzw. „falsche Lehrer“ in 2,1; vgl. 2,18f) und etwa an der erwarteten Wiederkunft Christi (Parusie) zweifeln (vgl. 3,3f).
2. Lesung: Röm 6,3-4.8-11
Im sechsten Kapitel des Römerbriefes begegnen wir zentralen Elementen der paulinischen Tauftheologie. Paulus deutet die Taufe als Sterben und Auferstehung mit Christus. Damit verbunden ist dann auch die Wirklichkeit des neuen Lebens. Die Taufe bedeutet Leben, ein neues Leben in Christus.
Schwestern und Brüder!
3 Wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden.
4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln. (....)