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Inhalt:
Do. 23.04.26

4. Sonntag der Osterzeit 26. 4. 2026

2. Lesung: 1 Petr 2,20b-25

Geliebte,

[18 ihr Sklaven, ordnet euch in aller Ehrfurcht euren Herren unter,

nicht nur den guten und freundlichen,

sondern auch den launenhaften!

19 Denn es ist eine Gnade, wenn jemand deswegen Kränkungen erträgt

und zu Unrecht leidet,

weil er sich in seinem Gewissen nach Gott richtet. (…)

 

Im Abschnitt 2,18-25 sind speziell Sklaven angesprochen, aber wohl auch andere Gemeindemitglieder mitgemeint. Ein Drittel der Bevölkerung des Römischen Staates waren Sklaven. In den christlichen Gemeinden waren sie überproportional vertreten, weil ihnen dort beim Leben im Geist Jesu die gleiche Würde zugesprochen wurde wie den Freien. Das tat gut. In der Regierungszeit des Kaiser Domitian allerdings wurde die Feindseligkeit der heidnischen Umwelt größer und es gab teilweise Konflikte und Verfolgungen wegen des in Kleinasien übertriebenen Kaiserkultes, den Christen oft nicht mitvollzogen. Gerade Sklaven hatten keine Möglichkeit, gegenüber ihren heidnischen Herren ihre Würde als Christen geltend zu machen und für sie im Glauben wichtige Vollzüge wie z. B. Gottesdienstbesuche einzufordern. Vielerlei Qualen müssen sie ertragen, ohne sich dagegen wehren zu können. So werden sie vom Verfasser angeleitet, sich mit dem leidenden Jesus solidarisch zu fühlen und ihr eigenes Leiden als Weg der Nachfolge zu deuten. Das tut der Verfasser mit Hilfe der Erinnerung an das Vierte Gottesknechtslied in Jes 52,13-53,12, das schon in den Passionserzählungen der Evangelien das Leiden und Sterben Jesu „verstehen“ half (vgl. V. 22.24.25). Jesu Leiden war ihm ohne sein Verschulden zugefügt worden. Es wurde als erlösend von den Sünden für diejenigen gedeutet, die dies annehmen und sich in seine Nachfolge begeben und dadurch in solidarischem Miteinander (= „für die Gerechtigkeit“) leben. Durch ihn sollen sie sich als „Geheilte“ (V. 24) begreifen, die wissen, wohin sie gehören und dass sie im geistlichen Sinn geleitet und umsorgt werden von dem Hirten Jesus Christus, der für ihr Seelenheil sorgt.

Evangelium: Joh 10,1-10

In jener Zeit sprach Jesus: (…)

7 Weiter sagte Jesus zu ihnen:

Amen, amen, ich sage euch:

Ich bin die Tür zu den Schafen.

8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber;

aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.

9 Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.

 

Die zentrale Frage, um die das gesamte Johannesevangelium ausdrücklich und auch hintergründig immer wieder neu kreist, lautet: Wer ist dieser Jesus von Nazaret in Wahrheit und welche Bedeutung hat ausgerechnet er? Heute das schöne Bild von der „Tür“. Wie oft rennen wir gegen verschlossene Türen oder lassen uns verführen, aufhetzen, „sei kein Feigling“, wie oft verfehlen wir den rechten Weg zum Leben. Da ist es gut, einen verlässlichen Partner und Begleiter zu haben.

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