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Inhalt:
Fr. 17.04.26

3. Sonntag d. Osterzeit 19. 4. 2026

2. Lesung: 1 Petr 1,17-21

Schwestern und Brüder!

17 Wenn ihr den als Vater anruft,

der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt,

dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid,

ein Leben in Gottesfurcht!

18 Ihr wisst,

dass ihr aus eurer nichtigen,

von den Vätern ererbten Lebensweise

nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet,

nicht um Silber oder Gold,

19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi, (…)


Die Christen in Kleinasien, die in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts

umgeben von einem übersteigerten Kaiserkult mit dessen Verehrung als Gottheit in Bedrängnis leben, weil sie sich stattdessen zum einen Gott, dem Vater Jesu Christi, bekennen, brauchen ermutigenden Zuspruch. Den gibt ihnen der Verfasser des 1. Petrusbriefes. Besonders am Anfang des Briefes, im Abschnitt 1,3-2,10, erinnert er sie immer wieder daran, welch hohe Würde sie aufgrund des Glaubens haben, unabhängig davon, welche Rolle sie in der Gesellschaft einnehmen. Gerade das Standesdenken war im römischen Staat verbreitet. Und ein Drittel der Menschen waren Sklaven! In der christlichen Gemeinde aber sind alle „ohne Ansehen der Person“ Gottes Söhne und Töchter, die ihn auch als Vater ansprechen, V. 17. Gerade für Sklaven bedeutete das ungeheuer viel.

Zu der Erwählung aber gehört für alle Christen, dass sie zu der bisherigen althergebrachten, „von den Vätern ererbten“ Lebensweise, und insbesondere dem verbreiteten Kult, Abstand halten und wie in der Fremde darin leben, V. 17-18. Ihr eigenes Tun und die Treue in ihrer Gottesbeziehung sind entscheidend, nicht die Zugehörigkeit zu im Staat anerkannten Verhaltensweisen und Rängen. Mit dem gängigen Bild vom Sklavenfreikauf wird ihnen vor Augen gestellt, was sie Jesu Christus bzw. seinem göttlichen Vater wert sind: Ihre Existenz als freie Söhne und Töchter Gottes wurde mit dem höchsten Gut erkauft, das es gibt, weit über alle irdischen Güter hinaus: dem Leben. Denn das „Blut“ (V. 19) wurde angesehen als Sitz des Lebens. Der gewaltsame Kreuzestod Jesu wurde gedeutet als seine Lebenshingabe und als Sühnopfer.

 

Evangelium: Joh 21,1-14

In jener Zeit

1 offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,

am See von Tibérias,

und er offenbarte sich in folgender Weise.

2 Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus,

Natánaël aus Kana in Galiläa,

die Söhne des Zebedäus

und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. (…)

 

Das heutige Evangelium stammt aus dem sogenannten Nachtragskapitel im Johannesevangelium, das an den ursprünglichen Schluss angehängt wurde. Darin ist noch einmal eine Begegnung mit dem Auferstandenen enthalten, die zugleich eine hintergründige Bedeutung hat. Offenbar entstanden nach der Abfassung des vierten Evangeliums weitere Fragen oder Probleme, auf die der vorliegende Text eingehen möchte.

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