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Inhalt:
Mo. 26.01.26

4. Sonntag i. J. 1. 2. 2026

1. Lesung: Zef 2,3; 3,12-13

 

2,3 Sucht den HERRN, all ihr Gedemütigten im Land,

die ihr nach dem Recht des HERRN lebt!

Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut!

Vielleicht bleibt ihr geborgen

am Tag des Zorns des HERRN.

3,12 Und ich lasse in deiner Mitte übrig

ein demütiges und armes Volk.

Sie werden Zuflucht suchen beim Namen des HERRN

13 als der Rest von Israel. (….)

 


Zefanja will seine Hörerinnen und Hörer unbedingt und eindringlich aufrütteln.

Die Rettung will er nicht als zu sicher in Aussicht stellen, „vielleicht bleibt ihr geborgen“. Eine Betonung liegt auf dem Handeln, was nun wichtig ist, weil es Menschen sonst zerstört: „kein Unrecht mehr tun“, „nicht mehr lügen“, „keine trügerische Rede mehr“ – und auf den Zielbildern: „friedlich auf die Weide“ und „ruhen“.

Was Zefanja beobachtet, muss Gott zornig machen. So sehr, dass Zefanja ein Zornesgericht über all die Ungerechtigkeit und Lüge erwartet, nämlich den „Tag des Herrn“, der das kurze Prophetenbuch bestimmt. Die beiden Verse 3,12 und 3,13 stammen aus einem Zusammenhang, in dem Zefanja der Stadt Jerusalem das Gericht ansagt. Er nennt Jerusalem eine „trotzige und schmutzige, gewalttätige Stadt“; eine Stadt voller „Schwätzer“, „Abendwölfe“, „brüllender Löwen“ (3,1ff) und überheblicher Prahler (3,11). In Zefanjas Gerichtsprophezeiung ist es nur ein „Rest“ von Menschen, die den Zorn Gottes am Tag des Herrn überleben, aber gleichzeitig zeichnet er das Bild des Heils auch über alle Völker weiter.

 

Evangelium: Mt 5,1-12a

In jener Zeit, 1 als Jesus die vielen Menschen sah,

die ihm folgten stieg er auf den Berg.

Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm.

2 Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:

3 Selig, die arm sind vor Gott;

denn ihnen gehört das Himmelreich. (…)

 

Mit der sogenannten Bergpredigt begegnet uns die erste große Redekomposition im Matthäusevangelium (5,3-7,27 mit entsprechender Rahmung). Sie wird häufig als Magna Charta (wörtlich: große Urkunde) der Verkündigung Jesu angesehen. Der Evangelist parallelisiert damit die Gesetzgebung Gottes an Mose auf dem Berg Sinai bzw. Horeb und überbietet sie mit der Person und dem Evangelium Jesu. Jetzt gilt nicht mehr nur die Tora, sondern fortführend ihre Vertiefung und Anwendung durch Jesus, den Messias Gottes.

Vielleicht ist die Grundbedingungen zur Aufnahme der Seligpreisungen, dass wir  uns vor Gott arm vorkommen, damit wir  umgekehrt reich beschenkt werden können.
Zum Bild "homo pauper"  - der arme Mensch las ich zufällig: 

„Homo Pauper ist vielleicht die Grundbedingung, in der der Mensch in dieser Welt tatsächlich lebt. Denn sowohl im Ganzen gesehen als auch individuell, im eigenen Leben, sind wir letztlich doch radikal machtlos.“ („Homo Pauper. Gespräch zwischen Thomas Lehnerer und Johannes Stückelberger“. Aus der Publikation zur Ausstellung „Thomas Lehnerer. Homo pauper“ im Museum für Gegenwartskunst Basel 1993.) (Siehe bei Diözesanmuseum Freising.

Samstag, 28.2.2026, 9:00–17:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Barbara Lehnerer)

 

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