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Inhalt:
Fr. 19.12.25

4. Adventssonntag 21. 12. 2025

1. Lesung: Jes 7,10-14 (…)

13 Da sagte Jesája:

Hört doch, Haus Davids!

Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden,

dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet?

14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben:

Siehe, die Jungfrau hat empfangen,

sie gebiert einen Sohn (…)


Der scheinheiligen „Gottesfurcht“ des Ahas, der seine eigenen Pläne im Kopf

hat (und daher eigentlich kein Zeichen von Gott bekommen möchte), steht die umso eindringlichere Antwort des Propheten von Gott her gegenüber. Gottes Plan wird sich durchsetzen.

Wahrscheinlich war mit diesem Kind im 8. Jh. v. Chr. ein Thronfolger (evtl. der JHWH-treue Hiskija?) gemeint; mehr wissen wir nicht. Im Judentum wurde später damit immer mehr die Hoffnung auf eine endgültige Rettergestalt verbunden.

An diese Hoffnungs- und Rettergestalt knüpfte das junge Christentum an. Es sah in Jesus diese Verheißung erfüllt. Auch wenn sein Name nicht Immanuel, sondern Jesus (= Gott rettet) war, so verkörperte er in seinen Worten und Taten Gottes Heilshandeln mitten in der Welt und damit das Mit-Sein Gottes. Der Evangelist Matthäus greift in seiner Verkündigungserzählung dieses „Programm“ auf (vgl. Mt 1,23) und beendet sein Evangelium mit der Zusage des Auferstandenen: „Seid gewiss, ich bin mit euch bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20).

 

Evangelium: Mt 1,18-24

18 Mit der Geburt Jesu Christi war es so:

Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt;

noch bevor sie zusammengekommen waren,

zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete –

durch das Wirken des Heiligen Geistes. (…)

 

Josef als Wegbegleiter zu Jesus hin! Er ist die erste Identifikationsfigur des Evangeliums. Durch ihn nähern wir uns Jesus, mit seinen Augen und noch mehr seinen Ohren. Als prägend für seinen Charakter nennt der Evangelist seine „Gerechtigkeit“. „Gerecht“ sind in der Bibel Menschen, wenn sie ihr Vertrauen in Gott setzen, wenn sie nach der Tora nach Gottes Lebensgesetz für sein Volk leben und wenn sie für andere zu deren Wohl handeln (vgl. z. B. Ps 112).

Wie schon der alttestamentliche Träumer Josef sein späteres Wirken im Traum sieht (Gen 37) und auch dem Pharao dessen Träume deutet, so ist auch beim neutestamentlichen Josef der Traum seine Orientierung im Innersten, von Gott her. Der Traum ist die andere, die Gegenseite des Tagesbewusstseins, das im äußerlich Sichtbaren bleibt, während im Schlaf die unbewusste Seite, über die wir nicht willentlich verfügen, zu uns spricht. Viermal wird in Mt 1-2 vom träumenden Josef gesprochen, der sieht und vor allem hört, was ihm von Gott erschlossen wird, und es danach im äußeren Leben entsprechend dem Gehörten „gehorsam“ (von Hören!) umsetzt. Josef hört - glaubt - handelt.

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