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Inhalt:
Fr. 14.11.25

33. Sonntag im Jahreskreis 17. Nov. 2025

2. Lesung: 2 Thess 3,7-12

Schwestern und Brüder!

6 [Im Namen Jesu Christi gebieten wir euch, Brüder und Schwestern: Haltet euch von jenen fern, die ein unordentliches Leben führen und sich nicht an die Überlieferung halten, die sie von uns empfangen haben!]

7 Ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll.Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt

8 und bei niemandem unser Brot umsonst gegessen;

wir haben uns gemüht und geplagt,

Tag und Nacht haben wir gearbeitet,

um keinem von euch zur Last zu fallen. (…)

 

Konkret lässt sich hier ahnen, dass in den frühen Gemeinden Verkünder unterwegs waren, die für eine Weile blieben und von den Gastgebenden ausgehalten wurden. Die Frage ist aber offensichtlich, ob diese „Gäste“ das überreizten, die Gastfreundschaft ausnutzten und ob sie nicht auch mit ihren Händen für ihr Einkommen arbeiten sollten, wie Paulus als Vorbild es getan hat. Am Schluss „gebietet“ der Text in der Autorität des Paulus, „ermahnt in Jesus Christus“, das eigene Brot bzw. Auskommen zu erarbeiten.
Spannend ist die Frage, was „seine Lebensführung in Ordnung halten“ alles heute bedeuten kann.

 

Evangelium: Lk 21,5-19

In jener Zeit,

5 als einige darüber sprachen,

dass der Tempel mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:

6 Es werden Tage kommen,

an denen von allem, was ihr hier seht,

kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird. (…)

 

Jesus tritt hier als Prediger des Gerichts auf, hält diese Rede im Tempel und spricht also im architektonischen und kultischen Herzen des Judentums. Seit seinem Einzug in Jerusalem spitzen sich die Auseinandersetzungen zu. Es geht um das rechte Verständnis der Tora, die rechte gelebte Frömmigkeit und das Tun der Gerechtigkeit. Im Anschluss an diese Perikope deutet Jesus die Zerstörung Jerusalems als Gericht und kündigt das Kommen des Menschensohnes an. Das ganze Kapitel lebt vom Kontrast zwischen chaotischer Zerstörung und göttlicher Erlösung. Heute klingen die drohenden Ankündigungen vielleicht fremd, damals war apokalyptische Literatur und Gerichtspredigt in Krisenzeiten ein bekanntes Genre. Für seine Gemeinde nimmt er die Zerstörung Jerusalems als eine Mahnung einerseits, andererseits aber besonders als Sprungbrett für eine mutmachende Botschaft: Es wird gut werden, euch wird kein Haar gekrümmt werden – so wie Gott es schon immer mit seinen geliebten Menschen gehalten hat. Gott ist stärker als dieses Chaos. Behaltet kühlen Kopf. Bleibt ruhig. Distanziert euch von denen, die euch irre machen wollen.

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