1. Nov. 2025 Allerheiligen; 2. Nov. Allerseelen
14 Ich erwiderte ihm: Mein Herr, du weißt das.
Und er sagte zu mir:
Dies sind jene, die aus der großen Bedrängnis kommen;
sie haben ihre Gewänder gewaschen
und im Blut des Lammes weiß gemacht.
Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung des Johannes, will verunsicherte Christen mitten in Verfolgungen stärken und sie zum Durchhalten ermutigen, selbst wenn es sie das Leben kostet. Immer wieder schaut der Seher Johannes in seinen Visionen in Gottes Welt und wie gut es Menschen bei Gott haben.
Evangelium: Mt 5,1-12a
3 Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
4 Selig die Trauernden;
denn sie werden getröstet werden. (…)
Mit der sogenannten Bergpredigt begegnet uns die erste große Redekomposition im Matthäusevangelium (5,3-7,27 mit entsprechender Rahmung). Sie wird häufig als Magna Charta (wörtlich: große Urkunde) der Verkündigung Jesu angesehen. Der Evangelist parallelisiert damit die Gesetzgebung Gottes an Mose auf dem Berg Sinai bzw. Horeb und überbietet sie mit der Person und dem Evangelium Jesu. Jetzt gilt nicht mehr nur die Tora, sondern fortführend ihre Vertiefung und Anwendung durch Jesus, den Messias Gottes.
Das erste „Selig“ fungiert als Schlüsselwort für alle folgenden Preisungen.
Allerseelen 2. Nov. 2025 – 1 Thess 4, 13-18; Joh 11, 17-27;
Dass Christen für ihre Verstorbenen beten und die Eucharistie feiern, ist schon seit dem 2. Jahrhundert bezeugt. Allerseelen als Gedenktag aller verstorbenen Gläubigen führte Abt Odilo von Cluny 998 ein. Der Gedenktag breitete sich unter dem Einfluss der Reformbewegung von Cluny weiter aus und wird auch in Rom seit dem 14. Jahrhundert gefeiert.
Der Besuch auf dem Friedhof, das Schmücken der Gräber und die Kerzen sind österliche Zeichen des Lebens. Die Verbundenheit mit den Verstorbenen kommt in dem Wunsch zum Ausdruck, dass die Toten das ewige Leben bei Gott erlangen und in ihm die ewige Ruhe und den Frieden finden.