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Inhalt:
Do. 06.02.25

5. Sonntag im Jahreskreis 9. 2. 2025

5. Sonntag im Jahreskreis 9. 2. 2025 2. Lesung:

1 Kor 15,1-11

1 Ich erinnere euch, Schwestern und Brüder,

an das Evangelium, das ich euch verkündet habe.

Ihr habt es angenommen;

es ist der Grund, auf dem ihr steht.

2 Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden,wenn ihr festhaltet an dem Wort,

das ich euch verkündet habe,

es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen. (…)

 

Die Bekehrung des Paulus ereignete sich ca. 33 n. Chr., also einige Jahre nach dem Tod Jesu. Um das Jahr 50 entstand die Gemeinde in Korinth, die Paulus entscheidend mitprägte und im Sommer 52 verließ. Bald stellen sich zahlreiche Missstände und Probleme ein, die sich aus den vorherigen Kapiteln rekonstruieren lassen. Auf diese reagiert er in seinem Brief (aus Ephesus?) im Jahr 54/55. Vergegenwärtigt man sich die gespaltene und angespannte Situation der Gemeinde in Korinth, der Paulus schreibt, wird deutlich, dass ihm das Zentrum seiner Botschaft wichtig ist. Die Gläubigen in Korinth sind durch verschiedene Lehrer, die nach Paulus wirkten (vgl. 1 Kor 3,3-5) und von seiner Verkündigung abwichen, verunsichert im Glauben geworden. Die Einheit des Evangeliums ist nicht mehr sichtbar. Gewissermaßen als „Vater“ der Gemeinde benutzt er seine Autorität, um die Einheit der christlichen Lehre zu sichern. Er tut dies, indem er sie an die Anfänge ihres Glaubens erinnert und ihnen Grundlinien des Christusbekenntnisses in Erinnerung ruft (V. 3b-5): Jesus ist gestorben (er war wirklich Mensch), begraben (war wirklich tot), er wurde auferweckt (Gott hat eingegriffen), und er ist erschienen (dafür gibt es bekannte Zeugen) – unter wiederholtem Verweis auf das AT. Diese Verse sind keine „Erfindung“ des Paulus, sondern das älteste christliche Glaubensbekenntnis. Vermutlich ist es in einer griechischsprachigen judenchristlichen Gemeinde entstanden.

 

Evangelium Lk 5, 1- 11

In jener Zeit,

1 als die Volksmenge Jesus bedrängte

und das Wort Gottes hören wollte,

da stand er am See Gennésaret

2 und sah zwei Boote am See liegen.

Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze.

3 Jesus stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, (…)

 

Nachdem die Menschen Jesus als Prediger, Exorzist und Heiler an verschiedenen Orten erlebt haben, folgen sie ihm an den See Gennesaret, um von ihm das Wort Gottes zu hören. Es wird alles sehr ideal geschildert: Das Volk „bedrängte“ ihn. Es ist eine typisch gezeichnete Szene (vom Evangelisten Lukas): Die meisten Menschen hatten ja keine Sicherheit, keine Rechte, keinen staatlichen Schutz, seit jeher waren sie fremden Machthabern ausgeliefert: Den Assyrern, Babyloniern, Persern, Griechen, Römer. Wer gibt ihnen wieder Identität, Würde, Ansehen?

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