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Inhalt:
Fr. 02.08.24

18. Sonntag im Jahreskreis 4. 8. 2024

2. Lesung: Eph 4,17.20-24

Schwestern und Brüder!

17 Das also sage ich und beschwöre euch im Herrn:

Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken!(…)

22 Legt den alten Menschen des früheren Lebenswandels ab,

der sich in den Begierden des Trugs zugrunde richtet,

23 und lasst euch erneuern durch den Geist in eurem Denken!

 

Der Aufruf, ein „neuer Mensch“ zu werden, hat seine Wurzel in der christlichen Tauftheologie und ist damit eine antike Redeweise. Der Ausdruck „Christus anziehen“ bedeutet nichts anderes als ihm nachfolgen, sich seine Praxis anzueignen, ja als Christus selbst in der Welt präsent zu sein.

Die christliche Idee des neuen Menschen.

 

Evangelium: Joh 6,24-35

„(….)

26 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch:

Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt,

sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.

27 Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt

sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt

und die der Menschensohn euch geben wird!

Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. (…)

 

Erst am Ende der gesamten Brotrede des 6. Kapitels des Johannesevangeliums erschließt sich, dass die Szene in der Synagoge in Kafarnaum stattfindet. Damit wird sie zu einer Auseinandersetzung innerhalb der jüdischen Bevölkerung. Hier sprechen Menschen miteinander, die zur gleichen Gemeinschaft gehören, keine Gegner.

Typisch für johanneische Dialoge reden die Partner immer knapp aneinander vorbei, weil sie geistig auf verschiedenen Ebenen unterwegs sind.

Zuerst die Frage nach der Herkunft; dann die Erinnerung an die wunderbare Brotvermehrung; schließlich lenkt Jesus ihre Sehnsucht nach Brot dahingehend, dass er sie einlädt, tiefer zu schauen. Nicht für das körperliche Sattwerden, sondern für das Sättigen der Gottessehnsucht sollen sie sich anstrengen.
Wieder versteht die Menge nur halb und fragt: Was sind die Werke, die wir tun sollen? Darauf antwortet Jesus, dass es nicht um Werke geht, sondern darum, Raum für Gott zu öffnen – zu glauben. Es geht nicht um Leistungen, sondern um Glauben und Vertrauen.

Es schließt sich eine Erkundung darüber an, wie sich die Erfahrung der Brotvermehrung aus Kapitel 6,1-15 zur biblischen Mannaerzählung und damit zur bisherigen Tradition und zur Schrift verhält. Diese Frage nach dem Manna speist sich auch aus der religiösen Erwartung des zeitgenössischen Judentums. Man ging davon aus, dass eines der Zeichen der Endzeit eine neue, andauernde Speisung mit Manna sein würde. Jesus bezieht diese endzeitliche Manna-Erwartung nun auf sich selbst. Ich bin das Brot.

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