16. Sonntag im Jahreskreis 21. 7. 2024
und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen;
ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.]
13 Jetzt (aber) seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart,
in Christus Jesus,
nämlich durch sein Blut,
in die Nähe gekommen.
14 Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – (…)
Die Grundstimmung ist ein Gefühl von Frieden. Es ist tatsächlich Frieden geworden in einem Bereich, der unversöhnlich erschien. In Christus ist jede Art von Feindschaft aufgelöst, ja „getötet“, wie es wörtlich in V. 16 heißt.
Was heißt heute Ferne? Nähe?
Was heißt heute „heidnisch“?
Wieviele Göttter haben wir?
Wo müsste man sich abgrenzen gegenüber der Umwelt, wo mehr zusammenrücken?
Evangelium: Mk 6,30-34
In jener Zeit
30 versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
31 Da sagte er zu ihnen:
Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. (…)
Der kleine Abschnitt hat es in sich. Markus hat uns eine Einladung besonderer Art bereitet. Einerseits zeigt er uns das Volk, das orientierungslos ist und dessen Rettung bereits durch Jesus, die Apostel und die Schar der Jünger/innen beginnt. Gleichzeitig lädt er auch uns ein zur inneren Einkehr und Reflexion. Wer weiter liest, erfährt, dass alle satt werden und noch große Mengen übrig sind (Mk 6,43)
Die innere Einkehr und Ruhe – Jesus kennt das, er kann das: das Ruhe finden bei Gott. Er hat es von den Psalmen, von seinen Nachtgebeten.
Ein Lied aus Taizé liegt mir im Ohr: Ps. 62 „Mon ame se repose en paiy sur Dieu seul.“
„Bei Gott bin ich geborgen, still, wie ein Kind, bei ihm ist Trost und Heil. Ja hin zu Gott verzehrt sich meine Seele, kehrt in Frieden ein.“