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Inhalt:
Fr. 24.05.24

Dreifaltigkeitssonntag 26. Mai 2024

2. Lesung: Röm 8,14-17

„Schwestern und Brüder!

14 Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen,

sind Kinder Gottes.

15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen,

sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet

sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen,in dem wir rufen: Abba, Vater! (...)“

 

In der Taufe haben alle den Geist empfangen, wodurch sie als Kinder gleichsam adoptiert wurden und nun eine enge Beziehung zu Gott selbst haben. So eng, dass sie Gott - wie Juden in Palästina zur Zeit Jesu- wie ihren leiblichen Vater anreden: Abba, Vater. Wenn das aramäische Wort hier steht, obwohl Paulus in Griechisch schreibt, dann erinnert das an Jesu eigene enge und besondere Beziehung zu Gott, in der er ihn in der von ihm gesprochenen aramäischen Sprache „Abba“ anspricht (vgl. Mk 14,36). Christen wollten Gott wie Jesus selbst ansprechen und konnten dies durch den Geist, der in ihnen wohnt (V. 9) und der selbst diese persönliche Beziehung zu Gott herstellt und auch betet (Gal 4,6).

 

Evangelium: Mt 28,16-20

In jener Zeit

16 gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg,

den Jesus ihnen genannt hatte.

17 Und als sie Jesus sahen,

fielen sie vor ihm nieder,

einige aber hatten Zweifel. (….)

 

In der erzählenden Einleitung werden Galiläa und Berg genannt. Mit der Landschaftsbezeichnung wird an den Auftrag des Auferstandenen angeknüpft (28,7.10). Von dort beginnt die Verkündigung Jesu neu, nun aber durch die Jünger/innen aus der Perspektive der Auferstehung. „Berg“ trägt ein starkes theologisches Motiv im Zusammenhang mit Gotteserscheinungen. Von daher wird auch nicht eigens erwähnt, wie Jesus dort hingekommen ist. Niederfallen wie die Weisen (2,11) gilt als Zeichen der Huldigung und Anbetung. Aber auch Zweifeln bleibt eine berechtigte Reaktion auf die werbende Vorstellung des Zeugnisses über Jesus von Nazaret (wie öfter im Evangelium).

Das Stichwort „lehren“ ist gewissermaßen das Markenzeichen Jesu im Matthäusevangelium. Er ist der eigentliche Lehrer Israels („ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen“, 23,8) in der Erschließung des ursprünglichen Gotteswillens für sein Volk (vgl. besonders „Bergpredigt“). In ähnlicher Weise werden nun die Jünger/innen von IHM beauftragt, universal für die Völker Jesu Botschaft zu „lehren“. Als Hintergrund dafür dient die geheimnisvolle und mitgehende Gegenwart des Auferstandenen durch die Zeiten bis hin zur Vollendung der Welt(zeit). Dieses sein letztes Wort des andauernden Mitgehens (als „Immanuel“/Gott mit uns, vgl. schon Mt 1,23) wirkt ermutigend und tröstlich und wird eigens hervorgehoben durch die oft im Evangelium vorkommende Formel: „siehe“. (Kath. Bibelwerk)

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