6. Sonntag der Osterzeit 5. 5. 2024
Sie brauchen und können nicht in sklavischer Abhängigkeit zu seinen Worten stehen, in der Rezitierung bloßer Worte, wie praktisch viele Religionen ihre Gläubigen unterdrücken, sondern können und sollen durchaus selber erkennen, was gut und heilig ist.
Es gibt eine mystische Verbundenheit mit Gott – siehe letzten Sonntag die Rede vom Weinstock - durch das Wirken des Hl. Geistes, der uns zur rechten Zeit alles eingeben und sagen wird: Joh 16, 13 „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. 14 Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.“
Die Zukunft müssen wir sozusagen selber entwerfen und gestalten, aber hoffentlich nicht nach unserer Fasson und unseren verkehrten Gedanken, sondern aus der Kraft des Heiligen Geistes, der uns die göttlichen Tugenden lehrt: Glaube, Hoffnung, Liebe, der die sieben Gaben gibt: Weisheit, Einsicht, Rat……
der uns hilft, alles Gegenwärtige und Vergangene in rechter Weise einzuordnen und zu deuten.
Wie deuten wir die Zeit? Viele kreative Ideen sind gefragt.
Letztlich können wir die Zeit und Geschichte von der christlichen Sinnidee her deuten: Gott möchte den Menschen mit sich versöhnen, aber stur-heil verfolgt der Mensch oft verkehrte Ziele, stellt sich taub und blind gegenüber den Anforderungen der Zeit, er beutet den Planeten aus, er bricht das Völkerrecht und führt Kriege, er ist momentan so gierig und größenwahnsinnig geworden… unterdrückt, sperrt ein, sperrt aus, tötet.
Es muss in jeder menschlichen Vernunft die göttliche Kraft geben, die Stimme Gottes, das Gewissen.
Jesus sagt heute, selber voll des Hl. Geistes, was zu tun sei. Er gibt sozusagen letzte Leitideen und Rahmenbedingungen: Gottes Gebote halten, Liebe üben, bei ihm bleiben. Wie ein Dreiklang hört sich das an. Und noch etwas dazu: Er verspricht etwas Viertes: die Freude.
Schließlich folgen noch sehr emotionale, einnehmende Worte: Ihr seid meine Freunde, nicht mehr Knechte. „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“
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Gebet: Jesus Christus, du bleibst bei uns, damit wir bei dir bleiben können. Du liebst uns, damit wir Gott lieben und der Schöpfung deine Liebe zeigen. Entzünde in uns das Feuer der Freude darüber, zu dir zu gehören. Zeige durch uns heute, wie wunderbar Gottes Liebe ist. Amen.