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Inhalt:
Di. 16.01.24

3. Sonntag im Jahreskreis 21. 1. 2024

So. 21. 1. 2024 3. Sonntag im Jahreskreis

Evangelium: Mk 1,14-20

14 Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war,

ging Jesus nach Galiläa;

er verkündete das Evangelium Gottes

15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt,

das Reich Gottes ist nahe.

Kehrt um

und glaubt an das Evangelium!

16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging,

sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,

die auf dem See ihre Netze auswarfen;

sie waren nämlich Fischer.

17 Da sagte er zu ihnen:

Kommt her, mir nach!

Ich werde euch zu Menschenfischern machen.18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. (…)

 

Mit dem Tod des Johannes (V. 14) beginnt Jesus seinen eigenen Weg. In einer Art Überschrift fasst Markus die Botschaft Jesu zusammen und liefert den Verstehensschlüssel zu allem, was er im Folgenden von Jesus erzählen wird.

Jesus verkündet Gottes frohe Botschaft, ist also dessen Bote. Mit dem Begriff „Evangelium“ wird die Tradition des Freudenboten aus Jesaja (Jes 52,7; 61,1f.) eingespielt. Der Zeitpunkt, den Gott festgelegt hat, ist mit Jesu Wirken gekommen, das Reich Gottes bricht jetzt an. Die Gottesherrschaft ist „nahe“, ist „angekommen“, ist „da“

Es kommt zur zweiten Geschichte: Auf die göttliche Initiative soll der Mensch reagieren: umkehren und glauben. So geschieht es: Jesus will von Anfang an andere einbinden und zu dieser Überzeugung führen. Idealerweise werden Simon und Andreas beschrieben: Sie ließen alles liegen und stehen und folgten Jesus nach. Wenn es um so wichtige Dinge geht wie „Reich Gottes“ und Bildung einer neuen Gemeinschaft, da darf man nicht lang zaudern und zögern. .

Gott ergreift die Initiative (V. 15a), der Mensch reagiert (V. 15b). Die Jünger sind historische Gestalten, haben einen spezifischen Beruf – und werden zu Beispielen für die Lesenden und Hörenden.

 

Warum lauter Fischer? Was macht diese Berufsgruppe so geeignet für das, was Jesus vorhat? Die Arbeit eines Fischers nimmt Tag und Nacht in Anspruch. Tagsüber werden die Netze gewaschen, getrocknet, ausgebessert, neu geknüpft. Hinzu kommt die Pflege der Boote, Haken und Harpunen. Von einem Fischer wird erwartet, dass er die Witterung einzuschätzen vermag und dass er die Arten kennt, also eine Sardine von einer Barbe, eine Barbe von einem Wels, genießbare von ungenießbaren Fischen unterscheiden kann. Fischer sind zudem vertraut mit dem unsicheren, schwankenden Element des Wassers. In der Nacht fahren die Fischer dann auf den See und bringen ihre Netze aus. Das Handwerk des Fischers erfordert Sorgfalt, Geschick und Geduld. Hast und Verbissenheit zahlen sich nicht aus. Und: Fleiß ist nicht alles, denn was ein Fischer erwirtschaftet, stellt er nicht selbst her. Der Erfolg seiner Arbeit enthält immer einen Aspekt des Unverfügbaren.

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