Sunday 8. December 2019

So. 24. 11. 2019 Christkönigssonntag

1. Lesung: 2 Sam 5,1-3

2. Lesung: Kol 1,12-20

Evangelium: Lk 23, 35b-43

In jener Zeit 

35a stand das Volk dabei und schaute zu bei der Kreuzigung Jesu.]

35b Auch die führenden Männer verlachten Jesus

und sagten: Andere hat er gerettet,

nun soll er sich selbst retten,wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.

(….)

42 Dann sagte er: Jesus,

denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!

43 Jesus antwortete ihm:

Amen, ich sage dir:

Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

 

Der Weg nach Jerusalem hinauf war ein Weg Jesu mit Gleichnissen, Lehren, Wundern.

Die dramatische Passionsgeschichte bei LUKAS wird jetzt übersprungen, und das Lesejahr endet mit dem Sterben Jesu am Kreuz. Jesus, der gekommen ist, „um zu suchen und zu retten was verloren ist“, so hieß es noch vor zwei Wochen (Lk 19). Heute wird das konsequent zu Ende geführt.

Der Evangelist Lukas ist ein Maler mit Worten. Durch und durch anschaulich erzählt er auch die Passion Jesu. Jesus kämpft in der Lukas-Passion bis aufs Blut mit der „Macht der Finsternis“, die in Satan verkörpert ist, - es heißt bei Lukas aber auch: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen…….“ Jesus besteht diesen Kampf und ist so Vorbild für die Kirche. Trotz eigenem Ringen (z. B. am Ölberg) bleibt er der den Menschen und dem göttlichen Vater Zugewandte. So geht dem

Lesungstext in der Passion voraus die Begegnung mit trostlos weinenden Frauen, die Jesus selber tröstet, und nach dem Text heute folgt der Tod Jesu, in dem er dem himmlischen Vater seinen Geist übergibt.

Die Spannung zwischen Menschen, die sich Jesus zuwenden und von ihm abwenden, liegt über dem ganzen Abschnitt 23, 35-43. Am Anfang der Szene mit dem Gekreuzigten und den Menschen um ihn herum wird erwähnt, dass das Volk einem „Schauspiel“ zusieht. Im Schauen des „Schauspiels“ erweist sich, dass da distanziert Betrachtende stehen, die sich innerlich nicht einlassen. Vielleicht will Lukas sogar noch mehr aussagen, wenn er anschließt, dass „auch die führenden Männer“ Jesus verspotten. Besonders frech ist dieser Hohn, weil er Jesu rettendes Wirken für die Menschen in Form seines Auftrags von Gott lächerlich macht.

Immer (vgl. die Versuchung in Lk 4) hat Jesus es abgelehnt, seine Gabe, Menschen rettend beizustehen, egoistisch für sich zu nutzen. Er ist dienend gegenwärtig. Auch der Titel des „Gesalbten“ (Christus/Messias), der erwarteten gott-erwählten Königsgestalt, wird ihm entgegengehalten und vorgeworfen. Will heißen: Als Messias hätte er ja wohl andere Möglichkeiten! Mit dem politischen Königstitel, den sie außerdem über Jesus anbringen, schreiben sie ihm ebenfalls etwas zu, was er nie sein wollte und nie war. Noch kurz zuvor, beim Prozess vor Pilatus, hatte ihm dieser noch Unschuld diesbezüglich bescheinigt! Auch hier wieder eine absichtliche Verkehrung und Missdeutung angebracht.

Sehr tragisch: Der König (im verborgenen göttlichen, im dienenden Sinn) besucht sein Volk und wird von ihm verworfen.

Der andere aber vertraut sich Jesus an und empfängt Jesu Verheißung, dass er ihn mitnehme in Gottes Reich. Nur Lukas schreibt von dem Mitgekreuzigten, der bereut und Jesus um Anteilnahme bittet, denn dem Evangelisten ist im Evangelium wichtig, positive Beispiele zu geben, die Menschen zur Nachahmung ermutigen können. So hat der „reuige Schächer“ noch eine enorme Wirkungsgeschichte entwickelt.

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