Rückblick Fronleichnam 4. 6. 2026
1. Station - Evangelium Mt 5
Die Seligpreisungen fassen das Denken und Fühlen Jesu zusammen.
Sie erzählen, was Jesus und jeder Gläubige erleben kann, hier und heute:
„Selig, die arm sind vor Gott, ihnen gehört das Himmelreich.“
Das ist eine Erfahrung im Gewissen.
Die anderen 7 Seligpreisungen sind auf die Zukunft gerichtet, auf das, was kommen wird – aber sicher kommen wird am Ende der Zeit. „Sie werden getröstet werden….“
Die letzte Seligpreisung changiert zwischen Gegenwart und Zukunft – „selig seid ihr…. Euer Lohn im Himmel wird groß sein“
Was zählt und heilig ist, das steht noch immer unwandelbar fest, heute, wie damals vor 2000 Jahren:
Und ehe diese Sehnsucht und diese Sinnidee nicht erfüllt ist, werden wir nicht sagen, es ist alles gut, wie es ist.
Die Sehnsucht, die Erwartung, die Sinnidee nach dem Vollkommenen, lässt uns leben und weitergehen.
Wir sagen Dank für diese Verheißungen in einer von Unruhe und Orientierungslosigkeit geprägten Welt.
Die Kraft zur Sehnsucht, die Kraft zu einem Glauben an eine Restitution und Wiedergutmachung, schenkt uns der Hl. Geist: „Er ist ausgegossen in unsere Herzen“ sagt der Apostel, er lässt uns nach vorne schauen, er lässt uns eine neue Welt erhoffen.
Manchmal ist die Menscheit auf diesem Weg vorangeschritten, manchmal, im Verschließen der Ohren gegen das Gewissen und gegen den Hl. Geist, ist sie zurückgefallen.
Es gibt diese schöne Verheißung: Joh 16, 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.